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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 525

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 525 (sequence 536)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Brainin, Fischmann, Rosenheg und gleichgültiger Einstellung zur Religion nicht weiter festzuhalten ist. Herr Yellin weiß sicher, daß der Misrachi niemals an die Herabsetzung des Budgets für Zwecke des Schulwerks in Palästina dachte. (Beifall.) Wir werden die letzten sein, die für die Herabsetzung der Budgetpost für den Chinuch stimmen werden, denn wir kennen die große Bedeutung dieser heiligen Arbeit. Und wir wollen, daß die hebräische Erziehungsarbeit in Palästina als der wichtigste, heiligste Teil unserer Arbeit anerkannt wird. Ich will nur Herrn Yellin daran erinnern, daß er selbst die negative Einstellung gewisser Schulen in Fragen der Religion und Tradition zugegeben hat. Viele Leute geben zu, daß man dieser Frage Aufmerksamkeit schenken und mit dem bisherigen System in gewissen Schulen aufräumen müsse, in welchen in Bezug auf Bibel und Talmud große Unkenntnis herrscht. Wir fordern vom Kongreß, daß man uns wenigstens volle Freiheit und Autonomie bei der Einrichtung des Sohulwerkes in unserem Sinne gebe. (Beifall.) Leider müssen wir hier feststellen, daß man trotz der vor vier Jahren gefaßten Beschlüsse unsere diesbezüglichen Rechte immer mehr einschränkt. Wir verlangen, daß der Kongreß uns die Mittel gebe, daß wir die Erziehung in unserem Geiste führen können. Wir verlangen volle Autonomie für die orthodoxen Schulen, mit einem eigenen Waad hachinuch. Daneben verlangen wir, daß in allen Schulen Palästinas, auch in den nichtorthodoxen, Religionsunterricht in einem bestimmten Maße eingeführt werde. Wir würden uns freuen, wenn in Palästina ein separates Schulwerk des Misrachi nicht mehr notwendig wäre. (Beifall.) Wir würden uns ebenfalls freuen, wenn alle Schulen Palästinas, die so ausgezeichnet ihre Pflicht gegenüber der hebräischen Sprache zu erfüllen wissen, dasselbe auch dem Sabbath und anderen jüdischen Heiligtümern gegenüber tun würden. Zum Schluß möchte ich noch einmal meine schon erwähnte Forderung wiederholen, daß man wenigstens dem orthodoxen Schulwerk in Palästina volle Freiheit und Autonomie gewähre. (Lebhafter Beifall.) Delegierter Samuel Rosenhek (hebräisch): Geehrter Kongreß! Ohne Zweifel ist auf dem Gebiete der Wiederbelebung der hebräischen Sprache ein großer Fortschritt zu verzeichnen. Auch die Behandlung der Erziehungsfrage auf diesem Kongreß unterscheidet sich vorteilhaft von der Art früherer Kongresse. Bis nun ist über die hebräische Sprache gesprochen worden. Auf diesem Kongreß spricht man schon über hebräische Erziehung. Trotzdem hat sich aber das Verhältnis der Zionistischen Organisation zu diesen Fragen nicht geändert, daher sieht sich die Lehrerkonferenz gezwungen, folgende Forderungen von der Kongreßtribüne aus zu verkünden: Die Weltlehrerkonferenz, an der sich die Vertreter folgender Länder beteiligt haben: Palästina, Oesterreich, Amerika, England, 525

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