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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 516

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 516 (sequence 527)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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ZEHNTER VERHANDLUNGSTAG. 16. Sitzung. Samstag, den 29. August 1925. Beginn der Sitzung: 8 Uhr 55 Minuten abends. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Die Sitzung des Kongresses ist eröffnet. Ieh bitte die Ordner die Türen zu sehließen. Das letetemal hat sich unser Kongreß mit -der Erziehungsfrage beschäftigt. Wir haben einen Vortrag des Herrn Sokolow gehört. Nun kommen diejenigen an die Reihe, die sich zum Worte gemeldet haben. Herr Brainin (ist nicht anwesend), Herr Ussischkin (ist nicht anwesend), Herr Mossinsohn (ist nicht anwesend), Herr Van Vriesland (ist nicht anwesend), Rabbi Andel! Delegierter Rabbiner M. A. Amiel (jüdisch): Geehrter Kongreß! Die Frage der Erziehungsarbeit ist nichts Neues im Zionismus. Schon auf den früheren Kongressen hat man sich mit diesem Problem beschäftigt, obzwar es einen andern Namen trug. Es hieß damals nicht das Erziehungsproblem, sondern das Kulturproblem. Damals war die Stellung des Misrachi zu dieser Frage negativ, wie auch Dr. Herzl selbst gegen die Richtung war. Die Gegner des Misrachi behaupteten damals, daß dieser Dr. Herzl blinde Gefolgschaft leiste; diese Haltung war aber nur natürlich, da in dieser Frage ihre Anschauungen übereinstimmten. Es handelt sich darum, nicht nur die Judenfrage, sondern auch die Judentumsfrage zu lösen. Diejenigen, die im Zionismus die Lösung der Judentumsfrage sahen, wählten Palästina, die andern dagegen, die vom Zionismus nur eine Lösung der Judenfrage erhofften, haben Uganda gewählt. Die Anschauung des Misrachi geht dahin, daß die Frage der Erziehungsarbeit das einzige ist, was wir für die wahre Erfüllung des zionistischen Programms tun können; der Misrachi betrachtet den Chinuch in Palästina nicht als bloße schultechnische Angelegenheit, sondern die Anschauung des Misrachi geht dahin, daß der Chinuch in Palästina mit der Frage der Schaffung eines geistigen Zentrums zusammenhängt, weil von Palästina aus alle Probleme des Judentums gelöst werden. Es fragt sich nun, ob der Misrachi mit dem jetzigen Stand des Chinuch in Palästina zufrieden ist und zufrieden sein kann. Auf diese Frage können wir leider heutzutage nicht positiv antworten. Wir haben hier eine glänzende Rede von Herrn Sokolow über die Wiederbelebung der hebräischen Sprache in Palästina gehört. Das ist für uns religiöse Juden eine sehr erfreu- 516

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