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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 502

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 502 (sequence 513)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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15. Sitzung: Erziehungsreferat weitere Arbeit schafft. Und diese Atmosphäre scheint mir viel wichtiger als jene, die mit Kämpfen über alle möglichen Probleme, Parteien und Fraktionen ausgefüllt wird. Ich bedaure unendlich, daß gerade für dieses größte allgemeine Problem sich nur Lehrer und Spezialisten interessieren. Man ahnt kaum, daß auf diesem Gebiete hauptsächlich die Bedeutung Erez Israels liegt. Die schönsten politischen Deklarationen hätten keinen Wert, wenn wir kein Schulwerk in Erez Israel hätten. Wir gehen nicht dorthin, einzig und allein, um unsere wirtschaftliche Lage zu verbessern. Das könnte man vielleicht in anderen Ländern viel besser tun. Wir gehen dorthin, um national zu schaffen, und das hängt zuinnerst mit der Frage der Erziehung und des Schulwesens zusammen. Und wenn darüber hier im Kongreß gesprochen wird, so sollte man es nicht nur mit einer Miene der Duldung und Skepsis tun, sondern mit dem Gefühl, daß das die zentrale Frage des Aufbaus ist. Die Schaffung des Volkes, die Erziehung einer neuen Generation mit dieser Arbeit zusammen. Das ist also nicht nur eine geistige Arbeit, sondern es ist dies auch die grundlegende politische Arbeit, die keinesfalls abgeschwächt werden darf. Man muß sich über unser Ideal klar sein. Man kann versuchen, ein faßbares Zukunftsbild von Erez Israel dadurch zu gewinnen, daß man es allein nach der Kategorie der räumlich zeitlichen Bewegung entwirft und seine Mannigfaltigkeit ordnet durch Technik, Agrikultur, Finanzen, kurz, mit der ganzen Wissenschaft von Form und Maß in Raum und Zeit. Man konstruiert so das Meisterwerk einer Maschine. Man kann auch bei der Kategorie einer Hilfeleistung für die unterdrückten Glaubensgenossen stehen bleiben, und die Entstehung einer gutgehenden Kolonisation würde dann der Preis sein für all die tausendjährigen Hoffnungen; aber die ganze zionistische Ideologie, die ganze Natur unseres Geistes zwingt uns ja nach dem Baumeister als dem Ich der Maschine, nach dem nationalen Ich als Verursacher dieses ganzen Getriebes zu fragen, ohne daß wir Antwort erhalten, falls wir uns nicht genügen lassen an Wort- 502

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