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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 501

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 501 (sequence 512)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--6211-3482357
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Sokolow keine Großstadt ohne eine Hochschule oder wenigstens eine Fakultät. Ein großes Netz geistiger Laboratorien, Gymnasien, Lyceen, Katheder, Bibliotheken etc., die überall die Talente fördern und die natürlichen Anlagen anspornen. Kurz, die ganze Leiter menschlichen Wissens fest gehalten in der Verwaltung des Nationalheims, wurzelnd in den breiten Volksschichten und hinaustreibend zum Licht: das Herz des Volkes verbunden mit dem Intellekt Israels. So denke ich mir die jüdische öffentliche Erziehung: die tüchtigsten Lehrer, die rationellsten Methoden, ein Muster der Wissenschaftlichkeit und der Disziplin, eine normale, menschlich-jüdische, hebräische Erziehung, die die Genialität der Nation zu höchster Intensität erhebt. Gewiß kann man ein solches Ideal nicht mit einem Male erreichen, aber systematische Fortschritte in dieser Richtung sind möglich und erfordern nur unser Verständnis und unsere tatkräftige Mitwirkung. Wir haben schon Anfänge gesehen. Wir haben auch gesehen, daß man begonnen hat aus der Diaspora Kinder zur Erziehung nach Palästina zu schicken. Das ist ein verheißungsvolles Arbeitsgebiet sowohl in nationaler wie in wirtschaftlicher Beziehung, aber das erfordert Geduld und Ausdauer. Meine Herren, stellen Sie sich einmal einen solchen Aufschwung vor! Welcher moralische Einfluß, welche geistige Macht! Auf dem Gebiete der Erziehung gibt es keine Parteikämpfe. Dieses Ideal vereinigt uns alle. Wenn wir die Misrachischulen aufblühen sehen, beglückwünschen wir sie, denn wir wollen hoffen, daß die Thora in diesen Schulen tüchtig und mit Erfolg gelehrt werde und daß sie in dieser Beziehung für die ganze Judenheit als Muster und Vorbild dienen. Wir freuen uns über unsere anderen Schulen, die allgemein menschliches Wissen nach den modernsten Methoden in unserer Sprache vermitteln. Wahrlich, unsere Lehrer sind unsere Geistes-Chaluzim! Ihre Schüler helfen ihnen bei ihrer schöpferischen Arbeit. Es wird ein Band um Land, Kinder und Eltern geschlungen, das die Herzen einander nähert, das die Atmosphäre für die 501

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