Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 445 (sequence 456)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
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Ruppin Zeit, wo er in Polen noch ein Millionär war. Also, bitte, geben Sie die Tatsachen einmal zu, wie sie sind. Suchen Sie nicht den Sünder auf unserer Seite, suchen Sie den Sünder in Umständen, die von uns unabhängig sind. Wir haben weder die Inflation geschaffen noch die Deflation. Jetzt haben wir diese vierte Alijah, jetzt ist es Zeit, an große Summen zu denken, mit denen wir diese Bedürfnisse befriedigen können. Ich habe Ihnen eines dieser Mittel genannt, wir können davon später noch sprechen. Ich möchte an dieser Stelle einfügen, indem ich über die alte Kolonisation spreche, daß ich es für absolut nötig halte, daß dieser Kongreß den zweijährigen Bemühungen, den Kolonisationsfonds zu schaffen, ein Ende bereitet, daß er hier von nun ab die Gründung des Kolonisationsfonds beschließt; ich halte das für eine absolut notwendige Maßregel, um in unsere Kolonisation mehr System hineinzubringen, als bisher möglich war. Ich habe die Kritik des Herrn Schocken gestern leider nur zu einem Teile gehört. Ich habe nicht die Absicht, hier wieder auf die vielen Details, die berührt wurden, zu antworten. Ich freue mich, daß Herr Schocken nach Palästina gehen will und dort versuchen wird, seine Kritik zu verwirklichen. Er ist einer von den Menschen, die immer strebend sich bemühen, und ich bin überzeugt, daß, wenn er einsehen wird, daß seine Wahrheit von heute seine Irrtümer von morgen sind, er dies freimütig und aufrichtig eingestehen wird. Er ist kein Mann von viel Worten, und es kommt nicht darauf an, daß er diese oder jene Ansicht hat, es kommt darauf an, daß Männer in Palästina sind, die sich von der Wirklichkeit dort leiten lassen in allem, was sie tun. Ich habe in meinem Buche, meine Herren, Ihnen eine Art Vermächtnis meiner Tätigkeit hinterlassen. Ich habe dort versucht, die einzelnen Probleme, mit denen wir in dieser Zeit ringen, darzulegen. Ich bin nicht unfehlbar. Jedes Menschen Werk hat Fehler, und das meine hat gewiß mehr Fehler, als wenn ein anderer es getan 445