Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 446 (sequence 457)
- Language
- German, English, Hebrew
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IL Sitzung: Palästinadebatte hätte. Aber eines sage ich doch hier: wer dieses gesamte Siedlungswerk betrachtet, darf nicht nur einen Ausschnitt daraus sehen, darf nicht nur sehen, ob die Siedlungen auch wirklich wirtschaftlich gemacht worden sind — und ich sage Ihnen, sie sind es nicht —, er darf nicht nur prüfen, ob der buchhalterische Standpunkt gewahrt worden ist, das ist nichts, meine Herren. Aber sehen Sie auf das Werk als ein ganzes Werk, sehen Sie es als einen lebendigen Organismus, und dann werden Sie sehen, daß in diesem Werk so viele positive Punkte stecken, ein solches Kunstwerk von Sympathie von Verwaltenden zu Verwalteten sozusagen, eine solche Quelle von Energieentfaltung und Enthusiasmus. Ich glaube, meine Herren, dieses Werk wird bestehen, wenn von den Kritikern, die heute Einzelheiten kritisieren, die meisten vergessen sein werden. (Beifall.) Ich muß mit ein paar Worten auf den Vorschlag des Herrn Dr. Soskin eingehen. Ich habe bereits auf dem 12. Kongreß versucht, nach dem SoskinschenProjekt Vorschläge zu machen, aber ich bin gegen die Methode, mit der Soskin zur Begründung des Versuches glaubt alles bisherige ablehnen zu müssen. Ich bin gewiß für jeden Versuch in Palästina, ich glaube, ich habe es bewiesen, für jeden Versuch, hinter dem ein ehrlicher Wille steht. Ich bin der Letzte, der bestreitet, daß Soskin es mit seinem Plan ehrlich meint und daß er sich dafür voll und ganz einsetzen wird. Ich habe das schon damals erklärt und erkläre es wieder. Aber selbst wenn der Versuch gelingt, bedeutet das für uns kein neues Kolonisations- System, es bedeutet zwei oder drei neue Siedlungen, meine Herren. Das ist es doch eben. Wenn Sie Palästina kolonisieren wollen, dann müssen Sie es doch so nehmen, wie es ist. Es sind, wie Herr Dr. Soskin in einem seiner Bücher gesagt hat, vielleicht 3,000.000 Dunam bewässerbar. Ich bestreite diese Ziffer, aber ich gebe im Moment zu: Drei Millionen Dunam. Hat aber Herr Dr. Soskin festgestellt, wie viel von diesen angeblichen drei Millionen Dunam käuflich ist? Wie es für uns zu bekommen ist? 446