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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 437

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 437 (sequence 448)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Sokolow und deshalb habe ich vor diesem Moment keine Angst. Ich habe Angst gerade vor dem Alltag, wenn man dasitzt und sich anglotzt, wo man Zeit hat, sich zu fragen: ist es nicht eine langweilige und kostspielige Sache, was sie getan haben in unserem zionistischen Actions-Comite, und doch sind wir die Alten! Und wenn wir dann zusammenkommen mit den anderen, können sie nicht begeistert werden von unserer Langweile. Davor habe ich Angst. Da habe ich nicht Angst vor ihnen, sondern vor uns. Denn wir, wir Zionisten, wenn wir herumgehen und sagen, es war ein langweiliger Kongreß; wenn wir nicht die Schekalim erheben können, die wir jetzt erheben, wenn wir eine geringere Zahl von Delegierten zum Kongreß schicken können, dann sind wir schwächer, dann sehe ich eine Gefahr, aber nicht in der Mitarbeit der anderen, die wir gerne aufnehmen, die wir mit offenen Armen aufnehmen, als Juden, als Brüder. Es soll ein Ansporn für die Zionistische Organisation sein, mehr Energie zu entwickeln. Und deshalb, verehrter Kongreß, möchte ich, daß wir alle eingedenk seien der Aufgaben, die unser harren. Darauf warten die Chaluzim, die Leute, die draußen stehen, die Chaluzim hier in Wien selbst, die uns bestürmen mit ihren Forderungen (Beifall), diese teuren jüdischen Bachurim, die den Emek Jesreel aufgebaut haben, der doch nur ein Anfang ist, die Luftmenschen, die Bodenmenschen werden wollen; sie erwarten das von uns. Nicht gute Witze, nicht Phrasen, nicht Polemik, sondern Aufschwung, Erweiterung des Rahmens und Bereicherung des Budgets. Das ist die Aufgabe des jetzigen Zionistenkongresses, und deshalb soll er ein Kongreß der Alijah werden, der Alijah nicht nur im Sinne der Auswanderung, der Einwanderung in Erez Israel, sondern der Alijah, des Aufschwunges der zionistischen Idee. (Stürmischer, langanhaltender Beifall.) 437

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