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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 426

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 426 (sequence 437)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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//. Sitzung: Palästinadebatte Palästina dort, ich bin mit den Massen in Berührung gekommen. Ich weiß nicht, welcher Redner hier gesagt hat, und wie oberflächlich war das — man sagt uns, die Exekutive möge sich nicht brüsten mit der Auswanderung aus Polen. Die Auswanderung aus Polen sei deshalb geschehen, weil es den Juden dort schlecht geht und weil dort Grabski die jüdischen Existenzen unmöglich macht. Ich könnte hinzufügen: Wir können in der jüdischen Geschichte noch weiter zurückgehen und können sagen, daß die Juden, die aus Aegypten gegangen sind, auch mit Pharao zu tun hatten. Sagen Sie, wenn Sie wollen, Jeziath mizrajim war kein idealistischer Zug, sondern die Juden seien ausgewandert, weil sie Pithom und Ramses bauen mußten. Aber wer sagt Ihnen, daß sich die Exekutive damit brüstet? Warum verstehen Sie das nicht? Wenn Sie jetzt sagen, die Juden wandern aus, weil sie nach dem Umbau der Staaten in unhaltbare Situationen geraten sind, so vergessen Sie etwas, was man in einem zionistischen Kongreß sagen muß; leider muß man es sagen, weil unsere besten Freunde so tun, als hätten sie es vergessen. Verehrter Kongreß! Wir waren es, der Zionismus war es auf den ersten Kongressen, der diese Dinge in der jüdischen Geschichte als erster festgestellt hat. Wir waren es, die gesagt haben, die Gleichberechtigung sei nicht die Lösung der Judenfrage, es gesagt haben gegen die ganze damalige jüdische Welt, die auf dem Standpunkt stand, daß die einzige Lösung die Gleichberechtigung sei. Warum sagten wir es? Weil wir eine ganz andere Auffassung haben von der Lage der Juden. Weil wir wissen, daß nicht alles vom Papier abhängt. Das war die zionistische Ideologie, die verstanden hat, wie unsere Lage beschaffen ist, und der es keine Ueberraschung ist, daß gekommen ist, was kommen mußte und was weiter kommen wird. Und mit diesem Bewußtsein, mit diesem Verständnis der tieferen Zusammenhänge der Judenfrage können wir uns brüsten und darauf sind wir stolz. (Beifall.) Das ist der Grund, das wir uns nicht einlullen lassen, daß wir uns nicht Illusionen vorspiegeln lassen, daß wir dem Götzen der 426

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