Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 424 (sequence 435)
- Language
- German, English, Hebrew
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11. Sitzung: Palästinadebatte eine Position haben, die größte Position, wie es sich gebührt, für den jüdischen Arbeiter, für den jüdischen Bodenarbeiter, für die Anfänge, die gemacht worden sind, die nicht verkleinert, sondern vergrößert werden sollen. Und wir werden auch eine Position für Industrie haben, die basiert ist auf Gerechtigkeit und auf Logik, und diese Position ist schon früher eingetragen worden. Und nun frage ich Sie: vergessen Sie einen Augenblick die ganzen Parteistreitigkeiten und Ueberzeugungen, halten Sie sich an die einfachen Tatsachen; muß man doch fragen: ist jemand hier, der dieser Sache entgegentreten würde? Ist jemand hier, der die Entwicklung nicht mit der gleichen Freude im Interesse der arbeitenden Bevölkerung und im allgemeinen Interesse von Erez Israel und im Interesse aller Juden begrüßen würde? Ist jemand unter Euch, der es nicht bedauert, daß nicht eine größere Position eingestellt werden kann für diese beginnende, mit so großen Schwierigkeiten kämpfende Industrie? Ich denke, ich habe Recht, wenn ich sage: Keiner unter Euch wird dieser Sache entgegentreten. Wo liegt die Lösung dieser Frage? Der Schlüssel liegt in der Vergrößerung der zionistischen Arbeit. Das Wort „Unser Vaterland muß größer sein" gilt auch für uns. Unser Zionismus muß größer sein. Es genügt nicht, daß die arbeitende Bevölkerung Palästinas gegen diese Schwierigkeiten kämpft. Und wenn man sagt, daß sie unter diesen Umständen hungern: dieses Martyrium kann nicht fortgehen. Und, geehrter Kongreß, Sie haben leider nicht allen Vorträgen zugehört; auch ich kann mir nicht jeden Vortrag anhören, und es ist mir manches verloren gegangen in der Diskussion; und gerade diejenigen Redner unter uns, die eine schwache Stimme haben und die hebräisch sprachen, sind vielleicht nicht von der Mehrheit des Kongresses verstanden worden; aber ich sage Ihnen, das, was der Jemenite, was der jemenitische Genosse hier in später Stunde mit schwacher Stimme in hebräischer Sprache vorgetragen hat, ist herzzerreißend. (Beifall.) Und wenn er gesagt hat: Ihr begeht eine Ungerechtigkeit, daß Ihr uns so wenig Boden gebt — 424