Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 421 (sequence 432)
- Language
- German, English, Hebrew
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Sokolow des. Und das wollen wir in Palästina, und das entwickelt sich in Palästina. Ich kann mir aber nicht denken, daß sich ein Industrieller, der sich an einer Aktiengesellschaft beteiligt, für das Unternehmen opfern wird. Ich kann mir diesen Vorgang nicht denken, nicht nur den Aktionär, auch den Arbeiter kann ich mir nicht denken, der dieselbe Anhänglichkeit wie der Ackerbauer besitzt. Geehrter Kongreß! Hier liegt die Wurzel dieses Idealismus. Und ohne diesen Idealismus werden wir in Palästina nicht Wurzel fassen können. Und jeder von Euch, der mit eigenen Augen das Werk in Palästina gesehen hat, wird begreifen, daß dasjenige, was geleistet worden ist, tatsächlich nicht nur ein jüdisches Wunder, sondern ein Weltwunder darstellt. (Beifall.) Diese Arbeit in Palästina ist gemacht worden und kann gemacht werden. So wie der Emek Jesreel jüdisch gemacht, wie er aus einer Wüste in einen blühenden Garten umgewandelt worden ist, so können auch andere Gebiete in Palästina aufgebaut werden, wenn wir mehr Mittel haben, wenn wir mehr Menschen haben. Und da haben Sie die Linie. Und das ist das Programm. Und wozu immer der Streit, wozu gegenseitig diese Neckerei? Machen Sie nicht den Eindruck nach außen, daß wir im Innern zerrissen sind, während wir tatsächlich vereinigt sind in diesem Punkt. (Beifall.) Man sagt, jetzt sei eine neue Zeit gekommen. Die neue Zeit ist nicht dazu gekommen, daß man die grundlegende Arbeit der Kolonisation in Palästina einschränkt. Im Gegenteil, die neue Zeit ist gekommen, damit wir unser Programm vergrößern, damit wir mehr für den Ackerbau erreichen, als wir bisher erreicht haben; das ist die Bedeutung der neuen Zeit und des neuen Fortschrittes. Aber mit Enthusiasmus allein ist es nicht gemacht. Es gibt eine Technik, es gibt ein Einmaleins und so weiter, man muß die Sachen wirtschaftlich richtig machen; und nun bitte ich Sie: wird jemand diese einfache Wahrheit leugnen? Und wenn es möglich ist, die Dinge ökonomischer zu machen, ist jemand da, der sagen würde: wir wollen nicht wirtschaftlich arbei- 421