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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 408

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 408 (sequence 419)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--6118-3482264
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11. Sitzung: Palästinadebatte er seine klimatologische und landwirtschaftliche Eigenart gekennzeichnet; klimatologisch mit den Worten: „Denn das Land, da Du hinkommst es einzunehmen, ist nicht wie Aegypten, davon ihr ausgezogen seid, da Du deinen Samen säen und selbst tränken mußtest wie einen Gemüsegarten; sondern das Land in das ihr zieht, um es einzunehmen, hat Berge und Täler, die der Regen und der Tau vom Himmel tränken muß." Landwirtschaftlich hat er es gekennzeichnet durch die Einteilung in seine natürlichen Zonen: „das Land des Weizens, der Gerste, des Weins, des Feigenbaums, des Granatapfels, der Olive und des Honigs." Ich persönlich möchte das Land in einen großen Orangengarten verwandeln, aber die Natur hat ihre Schranken gesetzt. Denn mindestens 80 Prozent der Ebene bestehen aus schwerem unbewässerbarem Boden, der sich weder für Pflanzungen noch für Gemüse ökonomisch eignet. (Beifall.) Erstklassiger Pflanzungs- und Gemüseboden muß aus sandigem Lehm oder lehmigem Sand bestehen. Die Bewässerung ist ökonomisch, wenn der Brunnen 20 bis 30 Meter tief ist und mindestens 30 cbm pro Stunde Wasser abgibt. Dieser Boden bildet im Lande einen schmalen Küstenstreifen, der von Gaza bis Cäsarea reicht und größtenteils leider nicht in unseren Händen ist. Der Gebirgsboden ist die zweitklassige Pflanzungszone. Er ist unbewässerbar und geeignet nur für eine beschränkte Anzahl von Baumkulturen, und ganz moderne Methoden der Bearbeitung sind in dieser Zone unanwendbar. Die Bewässerungszone beschränkt sich außer der oben erwähnten, auf die Akkoebene, das Jordantal und das Hulegebiet. Diese Flächen verlangen große Ameliorationen. Auf diesen Böden gedeiht die Orange nicht, die einzige Kultur, die technisch hochstehend ist und den Markt erobert hat. In Bezug auf alle anderen Kulturen, wie Banane, Gemüse usw. sind diese Gebiete Terra incognita und müssen vor allen Dingen erst ein Versuchsstadium in technischer Beziehung durchmachen, damit der Ackerbauer ganz genau weiß, wie er sie anzubauen hat und wie er Schädlinge und Krankheiten, die immer Begleiterscheinungen neuer Kulturen sind, zu bekämpfen hat. Danach bleibt noch der lange und schlüpfrige Weg der Eroberung des Marktes zu passieren. Bevor diese beiden wichtigsten Fragen gelöst sind, ist jede Kolonisation ein Unding. Die für den Gemüsebau geeigneten Flächen sind ganz zersplittert und befinden sich nicht in unserem Besitz. Dieser Boden liegt in der Nähe von Ludd und Ramleh, kleine Flächen in der Nähe von Jerusalem, gewisse Flächen, die reich an Humus sind, in der Nähe von Flüssen. Denn auf neuem Boden, auch wenn er bewässerbar ist, Gemüsebau rentabel und konkurrenzfähig zu machen, verlangt große Ameliorationen und organischen Dünger, der ohne Viehhaltung nicht zu beschaffen ist. Jede Ueberstürzung wird schwere Krisen nach sich ziehen. Illustration — Tabakbau. Es sind auch „Tabakkolonisatoren" 408

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