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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 395

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 395 (sequence 406)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Fishman, Remez, Wassermann schaft habt, welche mit der nationalen Bewegung zusammenarbeitet. Das ist ein Unglück für den Zionismus. (Unruhe rechts, Rufe: Fakten!) Eure Streikbrecherei ist Tatsache von Anfang des Jahres bis zu Ende. Ihr provoziert! (Anhaltende Unruhe.) Jabotinsky hat gesagt, daß die Frage der Kolonisation eine politische Frage ist. Er hat kein Verständnis für die andere Seite der Medaille. Die Einwanderung, die Verwurzelung der Einwanderer mit dem Lande, ist eine nationalsoziale Frage. Die jüdische Arbeiterschaft in Palästina hat für die politischen Forderungen der Bewegung mehr Verständnis als Jabotinsky für das soziale, menschliche und nationale Wesen der Bewegung. Schocken hat gesagt, wir bauen Palästina menschlich, jüdisch und technisch vollkommen. Dem stimme ich zu. Es darf kein jüdischer Arbeiter in seiner Lebenshaltung herabgedrückt werden. Wir müssen den jüdischen Arbeiter nehmen, so wie er ist, mit seiner Natur, seiner Intelligenz, seiner Familie und seinen Bedürfnissen. Vierzehn Jahre lang hat der Zionistenkongreß Verständnis dafür gehabt, jetzt scheint sich die Situation geändert zu haben. Ich kann nicht von Journalisten aus Amerika oder Polen verlangen, daß sie dies verstehen, aber von Halpern und Schocken muß ich es verlangen. Zwei Millionen Pfund haben wir an Boden in Palästina verloren, weil wir nicht rechtzeitig gekauft haben. Vor zwei Jahren hätten wir städtischen Boden um 5 Pfund den Dunam kaufen können, jetzt müssen wir 15 bis 20 Pfund für den Dunam zahlen. Den Boden müssen wir kaufen, da kann uns Jabotinsky nicht helfen. Nicht durch Beschlüsse, mit Thesen, mit Buchhaltung kann man Politik führen, man muß ein Gefühl und ein Verständnis für das Schaffen haben. Wir bekämpfen Soskin nicht, der sich einen speziellen Winkel ausgesucht hat und Agrikulturindustrie für Export schaffen will. Wir halten es aber für wichtiger, zunächst unseren eigenen Markt zu versorgen. Halpern hat sich selbst fälschlich beschuldigt, daß er nichts für die Privatinitiative getan hat. Es ist nicht wahr. Er hat sehr viel getan. Aber wir, die landwirtschaftlichen Arbeiter, haben das Recht, Kredite zu bekommen wie jeder andere. (Lebhafter Beifall, Lärm.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Zu einer ganz kurzen Erklärung hat Herr Wassermann das Wort. Delegierter S. Wassermann (jüdisch): Es ist auf dem Kongresse der Vorwurf gefallen, und dies nicht das erstemal, von einer Streikbrecherei des Hapoel Hamisrachi. Ich muß namens des Hapoel Hamisrachi erklären, daß wir es für eine falsche Beschuldigung halten. Und trotzdem wir den Redner einigemal aufgefordert haben, Tatsachen anzuführen, hat er dennoch keine Tatsachen vorbringen können. Ich überlasse das Urteil darüber dem Kongreß und muß im Namen des Hapoel Hamisrachi erklären, daß 395

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