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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 396

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 396 (sequence 407)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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10. Sitzung: Palästinadebatte wir dieses Verhalten, solange keine Tatsachen beigebracht werden, für eine Verleumdung halten. (Beifall rechts, Lärm links.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Das Wort „Verleumdung" kann ich nicht dulden. Ich rufe Sie zur Ordnung. Das Wort hat Herr Remez. Delegierter D. Remez: Ich will nur eine persönliche Bemerkung machen. Im Kongreß ist gesagt worden, ich habe es mir in meinem Notizbuche vermerkt, daß die jüdischen Arbeiter tagtäglich Ueberfälle machen. (Lärmende Zwischenrufe links. — Ruf bei den Misrachi: Wir sind für Farbstein nicht verantwortlich!) Ich habe hier gesagt, daß der Hapoel Hamisrachi eine Streikbrecherpolitik führt, die sich in verschiedenen Fällen manifestiert von Anfang bis Ende des Jahres. Ich bin bereit, vor einer besondern Kommission die Sache festzustellen. Der Misrachi ist streikbrecherisch orientiert und der Hapoel Hamisrachi ist sein Instrument. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Zu einer persönlichen Feststellung hat Herr Farbstein das Wort. (Stürmische Zwischenrufe links: Herunter von der Tribüne! — „Kostkinder!" — Langandauernder Lärm im Saale und auf den Galerien. — Stürmische Zwischenrufe beim Misrachi.) Das letzte Mal, daß die Galerie sich beteiligt! Ruhe! (Erneuerte Zwischenrufe.) Lassen Sie doch Herrn Farbstein erst reden! (Stürmische Rufe: Nein, er muß erst das Wort zurückziehen!) Meine Herren! Ich erkläre Ihnen, daß Sie den Kongreß jetzt nach jeder Richtung hin schädigen. Lassen Sie doch Herrn Farbstein erst sprechen! (Unausgesetzte lärmende Zwischenrufe.) Aber Sie haben ja Herrn Farbstein noch gar nicht gehört! Vielleicht will er zurücknehmen. (Mitglied des A.-C. Mereminski: Wenn er zurücknimmt, werden wir ihn hören!) Wenn Sie weiter den Kongreß terrorisieren werden, dann werden wir ganz bestimmt seitens des Präsidiums Maßregeln ergreifen. Herr Farbstein, nehmen Sie das Wort. (Zwischenruf seitens des Mitgliedes des A.-C. Mereminski.) Meine Herren! Sie sind im Präsidium vertreten und Sie entweihen und entwürdigen den Kongreß, wenn Sie, ohne erst ein Wort zu hören, den Redner nicht sprechen lassen. (Zwischenrufe.) Jetzt hat Herr Farbstein das Wort. Mitglied des Actions-Comites Heschel Farbstein (jüdisch): Es ist hier gegen mich die Beschuldigung erhoben worden, daß ich in meiner Rede von täglichen Ueberfällen der Arbeiter auf den Hapoel Hamisrachi gesprochen hätte. Ich möchte das Präsidium ersuchen, in der nächsten Sitzung das stenographische Protokoll vorlesen zu lassen, damit man sich überzeugen kann, ob ich so etwas gesagt habe. Das ist die erste Beschuldigung. Zweitens möchte ich Ihnen mitteilen, daß ich mit Bezug auf den Ausdruck „Kostkinder" Euren Genossen im Permanenzausschuß erklärt habe, in welchem Sinne ich dieses Wort „Kostkinder" gebraucht habe. Ich möchte, daß Eure Genossen bloß fünf Minuten nach der Sitzung hier bleiben, und ich glaube, das Eure Genossen die nötige Aufklärung hätten geben können, damit man hier nicht so viel Lärm macht und die Redner stört; denn wenn Sie unsere Redner stören, dann wird man auch Eure Redner nicht zu Worte kommen lassen. Was die Ueberfälle anbelangt, wird der Hapoel Hamisrachi die entsprechenden Beweise 396

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