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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 378

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 378 (sequence 389)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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10. Sitzung: Palästinadebatte Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Herr Meremiiinski, Sie sind im Rechte, gut, Sie haben Recht mit Ihren Behauptungen, daß es einen Präzedenzfall gegeben hat, aber dieser Fall war auch nicht in Uebereinsitinimung mit der Geschäftsordnung. Mitglied des A. C. Mereminski: Warum war es bei Jabotinsky möglich? Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Herr Mereiininski, Sie müssen doch verstehen, daß es sicli nicht um die 15 Minuten handelt, sondern darum, wie wir überhaupt in unseren Beratungen vorwärts kommen werden, denn das kann sieh doch bei jedem Redner wiederholen. Mitglied des A. C. Mereminski: Ich schlage vor, dien Kongreß zu befragen. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Laut den Bestimmunigen der Geschäftsordnung muß eine Forderung auf Aenderung eines Beschlusses von 120 Mitgliedern befürwortet werden. Da nun beschloseen wurde, die Redezeit auf 20 Minuten z.u beschränken, miuß die Forderung, diesen Beschluß zu ändern, von. 120 Mitgliedernunterstütizt werden. Mitglied des A. C. Mereminski: Die Abstimmung wird beweisen, daß mehr als 120 Mitglieder dafür »sind! Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Ich werde jetzt den Kongreß befragen. Es liegt ein Vorschlag Mereminskis vor, die Redezeit des Herrn Harzfeld um 15 Minuten au verlängern; ich möchte nun sehen, wer dafür is-t. Delegierter D. Remez: Der Beschluß, die Redezeit auf 20 Minuten zu beschränken, ist ungesetzlich und ich protestiere dagegen! {Lebhafte Zwischenrufe: Abstimmen! — Lärm.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Herr Remez, neim, entschuldigen Sie, Herr Remuez, dieser Beschluß war sogar schon in der Zeitung wiedergegeben. Der Kongreß hat einstimmig dien Beschluß angenommen, die Redezeit imit 20 Minuten festzusetzen. Es war nur eine Stimme dagegen. Wir werden jetzt den Kongreß befragen. Es ist der Antrag gestellt wordn, die Redezeit Harafelds um 15 Minuten zu verlängern. Wer dafür ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Die Verlängerung ist bewilligt. (Lebhafter Beifall.) Herr Harzfeld hat djas Wort. Delegierter Harzfeld (fortfahrend): Was haben unsere Kritiker an der Arbeit der Histadruth so schlecht gefunden, daß sie uns unsere Autonomie rauben wollen? Wir sind ihnen scheinbar zu groß geworden. Es ist wahr, die Arbeiterschaft kann auf 65 Siedlungspunkte, auf die Baukooperative Solelboneh, auf den Konsumverein Maschbir und eine eigene Bank, die Bank Hapoalim, hinweisen. Unsere Leistungen müssen von rechts und links anerkannt werden. Es gibt nur eine Art von Arbeit in Palästina, die Zusammenarbeit mit uns. Eine solche Zusammenarbeit scheint gefährdet, wenn die vorgeschlagenen drei Menschen in die Leitung kommen. Ich bin weder von ihren zionistischen Qualitäten noch von ihren organisatorischen Fähigkeiten überzeugt. Nun zum dritten Punkt, und zwar zur Frage des russischen Judentums. Was geht jetzt unter dem russischen Judentum vor, 378

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