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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 376

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 376 (sequence 387)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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10. Sitzung: Paläsiinadebatte Kongresses nicht durchzuführen und den Aufhau der Schchunoth zu verschieben. Ich möchte Ihnen sagen, daß ich darin eine Gefahr sehe, besonders da wir jetzt einer neuen Richtung in der Palästina- Arbeit entgegengehen. Wenn Sie glauben, daß diejenigen, die jetzt die Leitung übernehmen und künftighin für die Aufbauarbeit im Lande verantwortlich sein werden, besser sind als das bisherige System, dann muß ich Ihnen sagen, daß das einen Rückschritt bedeutet und mit der Vernichtung all dessen, was wir bis jetzt in Palästina geschaffen haben, gleichbedeutend ist. Meiner Meinung nach sollte der Kongreß das alles in Betracht ziehen, bevor er kritisiert, und die allgemeinen Probleme genau prüfen, die wir jetzt zu lösen haben. Es droht uns jetzt die Gefahr, unsere Aufgabe im jetzigen Moment in Palästina nicht zu verstehen. Ich werde Ihnen einige Beispiele aus der Arbeit des Keren Kajemeth und des Keren Hajessod anführen. Sie werden wahrscheinlich wissen, zumindest ein Großteil von Ihnen wird wissen, daß wir nicht ganz mit der Politik des Keren Kajemeth einverstanden sind. Aber jedenfalls hat der Keren Kajemeth verstanden, was die jetzige Lage in Palästina von ihm erfordert, und das ist keine Frage von Einzelheiten. Wäre er nicht die bekannten Verpflichtungen eingegangen, so würde sich heute nur ein Drittel seines jetzigen Bodenbesitzes in seinen Händen befinden. Das Gegenteil davon können wir beim Keren Hajessod beobachten. Wollen Sie, geehrter Kongreß, die Sache richtig verstehen. Es handelt sich jetzt darum, bei der A. P. G. eine Anleihe von 50.000 Pfund aufzunehmen, die aber von dieser Bank nicht gewährt wurde. Meiner Meinung nach ist die Frage nicht so zu betrachten, wie man es hier tat. Ich werde nicht auf die Argumente, die Herr Halpern hier vorgebracht hat, antworten. Wenn aber jemand unsere Arbeit im Lande kritisieren will, dann soll er sich vor allem eines vor Augen halten, und zwar, daß er mit voller Achtung uns und der im Lande geleisteten Arbeit gegenüberzustehen hat. (Beifall.) Nun einige Worte über die Organisierung der Arbeiter in der Histadruth. Ich weiß nicht, ob Sie alle diese Histadruth richtig einzuschätzen wissen und verstehen, daß die Organisierung der palästinensischen Arbeiterschaft nur den Charakter einer Gewerkschaft hat, das heißt, sie organisieren sich, um bessere Existenzbedingungen und Lebensmöglichkeiten für sich in Palästina zu schaffen. Ich will vor Ihnen nicht die theoretischen und ideologischen Grundlagen unserer Bewegung entwickeln, sondern nur die Wirklichkeit darstellen. Das Leben hat uns gezeigt, daß die allgemeine Arbeiterorganisation neue Möglichkeiten unserer Festsetzung in Palästina gefunden hat. Das war unsere Aufgabe. Es muß klar erkannt werden, daß der einzige Weg, der uns bei unserer Aufbauarbeit zum Ziele führen kann, derjenige Weg ist, den wir eingeschlagen haben, das heißt die Methode der Selbstarbeit. Wenn Sie das aber nicht einsehen und beim Aufbau des Landes Araber beschäftigen wollen und nicht uns 376

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