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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 369

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 369 (sequence 380)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--6079-3482225
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Neiger Zwischenruf links: In seiner Familie!) Auch derjenige ist ein Chaluz, der für den Jischuw in Erez Israel arbeitet, und wir dürfen nach seiner politischen Gesinnung gar nicht fragen. (Zwischenruf links: Man fragt auch nicht danach!) Wir dürfen den Kongreß nicht verlassen, ohne den Fehler gutzumachen, den wir am vorigen Kongreß begangen haben. (Beifall.) Ich bin von allgemeinen Zionisten in den Kongreß entsendet worden, aber ich verlange gar keine Privilegien für die allgemeinen Zionisten; die Hauptsache ist, daß alle Zionisten, alle zionistischen Fraktionen in den Palästinaämtern vertreten sind und derjenige, der ein Zertifikat erhalten will und zu diesem Zwecke vor der Kommission erscheint, nicht nach seiner politischen Gesinnung gefragt wird, sondern nur auf seine Fähigkeiten und Möglichkeiten, in Palästina Fuß zu fassen, gepi'üft wird. (Beifall.) Ich kenne Chaluzim, die nach Palästina geschickt wurden, die aber nicht einmal ihren Namen in richtiger hebräischer Orthographie niederschreiben konnten; wenn sie nur Mitglieder einer Chaluzorganisation waren, durften sie nach Palästina fahren. Diejenigen aber, die sich für Palästina opfern und dort arbeiten wollen, deren politische Ueberzeugungen aber nicht mit denjenigen der Machlakath Awodah übereinstimmten, wurden zur Einwanderung ins Land nicht zugelassen. Sie haben sicher in der Presse einige Wochen vor dem Kongreß folgendes gelesen: ein junger Mann — seine Angelegenheit war dort in einem speziellen Artikel behandelt — ein Sohn, beziehungsweise Enkel eines Rebben, hatte Elektrotechnik ausgelernt und wollte nach Palästina fahren. Da er aber kein Zertifikat bekam, mußte er vier Jahre warten. Schließlich ist er als Tourist nach Palästina gefahren, hat sich dort einschmuggeln müssen und erst dort die Bewilligung erhalten, in Palästina bleiben zu dürfen. Diesem Zustande muß einmal ein Ende gemacht werden. (Beifall.) Wir treten hier nicht gegen politische Ueberzeugungen auf, ich wenigstens bin nicht dafür, daß man jemand wegen seiner politischen Ueberzeugungen in seinen Rechten einschränkt. Ich stehe voll Achtung vor unseren linken Parteien und ihren sozialistischen Ueberzeugungen, aber von der Freiheitspartei — die linke nennt sich doch Freiheitspartei — verlangen auch wir Freiheit. (Beifall.) Es wird auf diesem Kongreß sicher auch die Sehe keifrage erledigt werden. Von ungeheuer großer Bedeutung ist es, den jetzigen Schekel, der sich gar nicht bewährt, abzuschaffen und an seiner Stelle den Einheitsschekel einzuführen. Wir dürfen kein Wahlgesetz dulden, das ermöglicht, mit dem Verkauf des Schekels zugleich die Stimme des Wählers zu erwerben. (Zwischenruf links: Sagen Sie das der Rechten!) Das gilt sowohl für Rechts als auch für Links. Ein solches Wahlgesetz darf bei einer demokratischen Organisation nicht bestehen. Unsere demokratische Bewegung soll auch ein demokratisches Wahlgesetz haben. Dieses aber erfordert wirkliche demokratische Wahlen, die nur der Einheitsschekel bringen kann. 24 369

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