Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 341 (sequence 352)
- Language
- German, English, Hebrew
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Schocken Beteiligung der gesamten Judenheit der Welt. Wir haben die Aufgabe, die Judenheit der Welt zu einer immer stärkeren Beteiligung an dem Siedlungswerke in Erez Israel zu gewinnen. Tun wir das, so leisten wir dem jüdischen Volke den Dienst, nach dem es verlangen muß, wenn es sein Schicksal überschaut. Unsere Worte können nicht groß genug sein, wenn wir zu den Juden von unserem Erez Israel-Aufbauwerk sprechen. Unser Siedlungswerk selbst wird aber nur dann gelingen, wenn wir Jahr für Jahr gewissenhaft überlegen, was mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, getan werden kann, und wenn wir neben unserer Hingabe an das Werk und neben unserer Ausdauer bei der Arbeit die Kraft haben, in der Leitung und Verwaltung unseres Siedlungswerkes die Entscheidungen stets sorgsam abzuwägen. Je fremdartiger die Wirtschaftsformen, die wir dort aufbauen, in den Augen der Galuthjuden erscheinen, desto schwieriger ist es, diese Wirtschaft als die notwendige zur Geltung zu bringen, und je mehr die Juden in ihrer Teilnahme sich Erez Israel nähern, desto schwieriger wird es sein, die Zweifel, die sich nach verschiedenen Seiten hin bilden, zu besiegen.; Ich sehe zwei Fronten, ihrem Wesen nach ganz verschieden, an denen wir zu kämpfen und zu arbeiten haben. Die eine, die sich richtet an die Außenwelt. Hier hat sich unsere politische Leitung einzusetzen, der Welt gegenüber, sie kann mit Attacken Erfolge erzielen, und hier haben wir mit den vielfachen uns zu Gebote stehenden Kräften und Mitteln daran zu wirken, daß immer geringere Teile der Judenheit der Welt abseits von unserem Werke stehen. Die andere, die sich neu aufbauende Front unserer Arbeit in Palästina mit ihren eigenen Gesetzen; unbeirrt durch die Formen der politischen Außenarbeit und der Propaganda gilt es hier, den Gesetzen der Wirtschaft ihr Recht einzuräumen. Mit hoffnungsvollen 341