Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 340 (sequence 351)
- Language
- German, English, Hebrew
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9. Sitzung: Referat über Kolonisationsarbeit 6. Ländliche und städtische Kolonisation: Da bis heute nichts für die Ansiedhing . von Jemeniten getan wurde und wir mehr als 300 landwirtschaftlich tätige Familien haben, die seit zwölf Jahren in den Kolonien arbeiten, fordern wir, daß noch dieses Jahr Jemenitenmoschawim gegründet werden, die nicht weniger als 200 Familien umfassen sollen und für welche der Keren Kajeaneth den Boden und der Keren Hajesso d das nötige Budget beistellen soll. 7. Möge das Handels- und Industriedepartement ein gewisses Budget zur Förderung des jemenitischen Handels und der KleLnmdustrie bereitstellen. Ferner möge dem Gesundheits- und Emehungswesen größere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Wir sind sicher, daß der Kongreß und insbesonderen die Delegierten aus Palästina für unsere Klagen Verständnis haben und unsere Forderungen bewilligen werden. (Beifall.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Ich zweifle gar nicht daran, daß die Forderungen der Jemeniten mit wohlwollender Aufmerksamkeit geprüft werden. (Beifall.) Das Wort hat Herr Schocken. Mitglied des Finanz- und Wirtschaftsrates S. Schocken (mit Beifall begrüßt): Ueber die Leitung und Verwaltung des Kolonisationswerkes will ich sprechen. Ich beschränke mein Thema auf den wirtschaftlichen Teil des Aufbaus in Erez Israel und innerhalb des.wirtschaftlichen Aufbaus auf jene Gebiete, die ganz von uns finanziert werden und deren Leitung und Verwaltung ausschließlich unter dem Einflüsse des Kongresses stehen. Ich ziehe diese scheinbar engen Grenzen, weil innerhalb dieser Grenzlinien die Aufgaben des Zionismus liegen, die in diesen Jahren gelöst werden müssen, und weil wir noch auf der Suche sind nach den Formen und Methoden zu ihrer Lösung. Wir sind dabei, ein einzigartiges Kolonisationswerk zu schaffen: die Ebenen und Berge Erez Israels landwirtschaftlich neu zu bebauen und auf ihnen Juden anzusiedeln, die seit zweitausend Jahren abseits von jeder Bodenkultürarbeit gelebt haben. Boden und Menschen bieten Schwierigkeiten nach vielen Seiten. Unser Werk befindet sich noch im ersten Stadium, erst in den Jahren nach dem Kriege hat es greifbare Formen angenommen. Der Rahmen und das Ausmaß der Arbeit ist nicht zu bestimmen nach dem Umfang der Mittel und nach der Zahl und Eignung der Menschen, die uns jetzt zur Verfügung stehen. Wir müssen in unsere Rechnung einstellen die Chancen, die für unsere Aufbauarbeit bestehen: die 340