Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 339 (sequence 350)
- Language
- German, English, Hebrew
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Glouska entscheide, und die Entscheidung wird hoffentlich den Jemeniten das geben, was den Jemeniten gebührt; und ich glaube, daß uns etwas gebührt. Vorsitzender Vizepräsident Motzkim Herr Glouska, £ie haben noch zehn Minuten. Delegierter Glouska (fortfahrend): Mein Herr, ich bin bald fertig. Nun zum Handels- und Industrie-Departement, meine Herren. Das Handels- und Industriedepartement hat die Jemeniten, die in der Kleinindustrie tätig sind, in gar keiner Weise unterstützt. Diese kleine Gruppe hat eine Bitte um eine Hundert Pfund- Anleihe gestellt, wobei sie auch zwei gute Bürgen brachte, aber das Handels- und Industriedepartement hat die Anleihe nicht bewilligt, weil sie Jemeniten sind und weil sie einen Jemeniten als Bürgen angeboten haben. So, meine Herren, behandeln alle Departements der zionistischen Leitung die Jemeniten! Bei dieser Gelegenheit überreichen wir dem 14. Kongreß unsere Forderungen, damit dieser das Unrecht gutmacht und unsere Rechte ni :ht beeinträchtigt werden. Wir werden als Knechte betrachtet und als sonst nichts, und all das hat Erbitterung bei uns hervorgerufen. Wir hoffen aber, daß der 14. Kongreß unsere Klagen über die Departementvorstände der zionistischen Leitung berücksichtigen wird. Zu diesem Zwecke unterbreiten wir unsere Forderungen: 1. Der 14. Kongreß anerkennt die Vereinigung der Jemeniten als eine besondere Föderation innerhalb der Zionistischen Weltorganisation, weil sie zurzeit schon eintausend Wähler in Palästina zählt. 2. Einwanderung: Wir verlangen, daß ein besonderer Budgetposten für die jemenitische Einwanderung eingesetzt wird und daß man sich bestrebe, die jemenitische Einwanderung zu erweitern. Im Zusammenhang mit der Verteilung der Emwandsrungserlaubnisse nach Palästina verlangen wir, daß auch unser Vertreter an der Verteilung der Erlaubnisse, die von der Regierung ausgegeben werden, teilnehme. 3. Wir verlangen, daß man ins Budget das Erfordernis des Komitees zur Hilfeleistung an die Einwanderer aufnimmt, das den jemenitischen Einwanderern in den ersten Tagen nach der Ankunft im Lande mir Seite steht. 4. Im Zusammenhang mit der in der letzten Zeit geschaffenen Lage im Jemen, besonders angesichts der Aufstellung von Wachen in allen Städten, um die Juden daran zu verhindern, die Tore zü verlassen, verlangen wir einen gewissen Teil des Einwanderungsbndgets für folgende Zwecke: a) Die Gründung eines Einwanderungsamtes in Aden, das uns ermöglichen würde, mit den Juden im Jeanen in Verbindung zu kommen und die Lage zu erleichtern; b) Die Beisteliung der nötigen Reisespesen für mittellose Leute, damit sie nach Palästina fahren können; c) Im Zusammenhang mit dem Anwachsen der Arbeitslosigkeit unter den Jemeniten zu gewissen Perioden verlangen wir die Bewilligung eines gewissen Betrages für Arbeitsvermittlung und Information, überall, wo es nötig sein sollte. 5. Wir verlangen weiters vom Arbeitsdepartement, uns denjenigen Teil des Arbeitsbudgets au geben, den die allgemeine Arbeiterorganisation in Palästina zur Einordnung der Olim in der Arbeit erhält, das heißt 8 Pfund pro Person für jeden jemenitischen Einwanderer. 22* 339