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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 338

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 338 (sequence 349)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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9. Sitzung: Palästinadebatte Ich gehe nun zur Frage des Kolonisationsdepartements über. Vor zwei Monaten haben wir an das Kolonisationsdepartement geschrieben, aber dieses hat bis jetzt keine Zeit gefunden, uns zu antworten. Herr Kaplansky, der Leiter des Kolonisationsdepartements, sagte Ihnen, daß es nicht richtig wäre, den Jemeniten mehr als zehn Dunam pro Familie zu geben. Wir behaupten, daß es eine vom nationalen Standpunkt schlechte Methode ist, den Jemeniten nur zehn Dunam Land und zehn bis 25 Pfund zu geben. Das tut Herr Kaplansky, der Sozialdemokrat! So behandelt man die Jemeniten in Palästina! (Beifall.) Jetzt komme ich zur Stellung des Nationalfonds. Der Nationalfonds erwirbt Böden. Er hat in Palästina 200.000 Dunam erworben. Das ist richtig. Aber, meine Herren, der Nationalfonds behauptet in seinem Berichte, er hätte vier Jemenitenmoschawim errichtet. Wosind diese vier Jemenitenmoschawim? Ich bin durch das ganze Land, seiner Länge und Breite nach gekommen, aber diese vier Jemenitenmoschawim habe ich nicht vorgefunden. Ich weiß nicht, vielleicht befinden sich diese vier Jemenitenmoschawim in der Krim, in Rußland; das ist möglich, aber in Palästina gibt es keine Jemenitenmoschawim. In Palästina gibt es nur vier Jemenitensiedlungen (Schchunoth) in der Nähe der landwirtschaftlichen Kolonien, und zwar Machane-Jehudah bei Petach-Tikwah, wo 64 Familien seit 14 Jahren und 27 neu hinzugekommene Familien, also zusammen 91 Familien leben, welche 80 Dunam haben. 80 Dunam für 91 jemenitische Familien! Das ist die Demokratie in Palästina! Das ist Recht und Gerechtigkeit! Ist das wirklich Recht und Gerechtigkeit? Für die Siedlung in Rischon-le-Zion, welche der Nationalfonds auf seine Rechnung stellt, haben die Jemeniten selbst den Boden gekauft und der Nationalfonds wollte ihnen keine Anleihe gewähren. Und in Rechowoth haben 120 Familien 30 Dunam. Für 120 Familien hat der Keren Kajemeth dreißig Dunam gegeben! Das ist ein Unrecht! Das Unrecht tritt noch mehr hervor, wenn wir von den 200.000 Dunam, die gekauft wurden, hören. Wo sind die 200.000 Dunam, meine Herren? (Beifall.) Herr Ussischkin sagt schon: „Wir haben 5000 Dunam für die orientalischen Juden bestimmt." Ich weiß nicht, wer darunter gemeint ist, Gott der Herr weiß es. Es gibt im Lande vielleicht zwanzig Arten von orientalischen Juden. Aber den Jemeniten hat man nichts gegeben. Den Jemeniten hat man alles in allem 350 Dunam gegeben. In Palästina gibt es 11.500 Jemeniten, die alle ohne Ausnahme arbeiten, und die zionistische Leitung tut nichts für sie. Das ist das erste Mal, daß wir hier unsere Stimme erheben. In Palästina sind unsere Forderungen gar nicht berücksichtigt worden. Wir sind es schon müde und können es nicht mehr ertragen. Ich war als Vertreter der jemenitischen Gruppe in der Histadruth und konnte nichts erreichen. Wir kommen zum Kongreß und zum jüdischen Volke, damit es im Streite zwischen uns und der zionistischen Leitung 338

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