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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 310

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 310 (sequence 321)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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8. Sitzung: Generaldebatte mal, und besonders die, die morgen Wien verlassen und wieder nach Palästina gehen werden, um dort zu arbeiten, davor gewarnt, schon in den ersten Wochen des Antrittes der neuen Regierung Vergleiche anzustellen und Phrasen zu benützen, die mißdeutet werden könnten. Es ist unsere Aufgabe, das Maximum des guten Willens zwischen uns und der neuen Regierung herbeizuführen. Jede Phrase, die dazu beiträgt, diesen guten Willen zu verringern, schädigt unsere Arbeit in Palästina. (Beifall.) Es macht nichts, wenn Sie mich angreifen, ich bin dazu da. Aber dabei bleiben Sie stehen. Seit Jahren habe ich mich daran gewöhnt, und das sage ich, trotz meiner fünfzig Jahre, ohne jeden Zynismus; ich habe mich daran gewöhnt, über meinen Kahlkopf alle Angriffe ergehen zu lassen, die Sie gegen Samuel gerichtet haben. Ich habe mich auch daran gewöhnen müssen, zuzusehen, wie dieselben Elemente, die nicht genug Kritik an Herbert Samuel üben konnten, nun nicht genug Lobsprüche finden konnten, um ihr Bedauern darüber kundzutun, daß er nach fünf Jahren schwerer Arbeit seinen Posten verläßt. Lo meukzach welo meduwschach! Ich rate Ihnen: Keine hysterischen Angriffe und keine hysterischen Lobsprüche! Mit Würde und mit Ernst müssen Sie die schwere Arbeit eines solchen Mannes zu würdigen und zu verstehen versuchen. Es ist hier ein Wort gefallen, das ich gern akzeptiere: Die Exekutive ist nicht verantwortlich für die vierte A1 i j a h. Ich glaube nicht, daß die Exekutive, aber in allerletzter Linie ich, die Verantwortung dafür zu tragen haben. Aber unsere Tätigkeit in den letzten fünf Jahren ist dafür verantwortlich, daß diese Immigration überhaupt möglich wurde. (Beifall.) Die Juden, die so viel auf Gerechtigkeit geben und denen das Gerechtigkeitsprinzip das Leitmotiv ihres Lebens sein soll, warum beginnen sie ungerecht zu sein gerade denjenigen gegenüber, die das Beste hergegeben haben? Es gehört zum guten Ton, die Wahrheit zu sagen, auch wenn es gute Dinge sind. 310

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