Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 289 (sequence 300)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476282--5999-3482145- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
OCR text
Sprinzak nen, bezw. daß sich diesen 2500 noch weitere 3000 Arbeiter anschließen können, wenn wir ihnen nicht die Bedingungen der Arbeitsbeschaffung, die Wohnungsbedingungen, die sanitären Voraussetzungen erleichtern und uns nicht bestreben, die jüdische Arbeit in den Kolonien fest zu verankern. Ich kann es mir gar nicht vorstellen, daß im Arbeitsbudget kein Posten enthalten sein wird, der zur Lösung dieses für uns hochwichtigen nationalen Problems bestimmt sein soll. Unsere Lage ist derzeit sehr gut. Es gibt keine Arbeitslosen in Palästina, die Erfordernisse der Arbeitslosigkeit lasten nicht auf dem Palästina-Budget, aber die Möglichkeit der Arbeitslosigkeit wird uns viele Jahre hindurch begleiten, denn jeder gute Augenblick wird die Alij ah vielfach verstärken. Wenn sich auch zur Zeit in Palästina 30.000 Leute jährlich einordnen können, tritt doch wieder einmal das Problem der Arbeitslosigkeit in unseren Gesichtskreis. Wir müssen unbedingt den arbeitenden Jischuw Jerusalems stärken, der aus orientalischen Elementen besteht, aus den Olim von Mesopotamien, Babylon, Persien, die nach Jerusalem kommen und sich aus psychologisch-religiös-traditionellen Gründen in einer andern Stadt nicht ansiedeln können. Jerusalem aber entwickelt sich nicht, und solange, bis Jerusalem zu einer Stadt wie Tel Awiw oder in bezug auf die Arbeitslage wie Haifa werden wird, ist es unsere nationale Pflicht, dem orientalischen Arbeiter in Jerusalem bei seiner Ansiedlung behilflich zu sein. Und im Arbeitsbudget für das kommende Jahr muß unbedingt dafür vorgesorgt werden, daß der orientalische Arbeiter nicht gezwungen wird, das Land zu verlassen. Wir sind auch den Weg der Eroberung der Bauarbeit gegangen und haben Beträge für die Bauarbeit ausgeworfen. Es ist nun unsere Aufgabe, neue Arbeitszweige zu erschließen. Die Privatinitiative oder die kapitalistische Initiative wird in der Periode der Vorbereitung keine Gelder für diese Zwecke ausgeben. Jetzt gibt es nun ein neues Arbeitsgebiet, das wir erobern müssen, und zwar 19 289