Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 283

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 283 (sequence 294)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
100% known words query
IRI
…/3476254-3476282--5993-3482139
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Sprinzak sehen Tätigkeit in Bezug auf die Stärkung der Position des jüdischen Arbeiters in Palästina beobachten konnten. Das Zusammenwirken, die Kooperation dieser beiden Faktoren hat es dazu gebracht, daß sich die Zahl der jüdischen Arbeiter in Palästina erheblich vergrößert hat. Aber es hat hier noch ein dritter Faktor mitgewirkt, und das ist der Faktor, welcher den Arbeitenden die Inspiration, die Kraft zu ihrer erfolgreichen Arbeit gab. Was war dieser Faktor? Es war das Selbstvertrauen des Arbeiters auf seine eigenen Kräfte; dieser Glaube, dieses Selbstvertrauen ist zum Ausdruck gekommen in der Organisierung der Arbeiterschaft. Dr. Ruppin hat in seinem Referat über die Tätigkeit der Zionistischen Organisation in Palästina, die sechzehn Jahre hindurch unter seiner Leitung stand, diese Tatsache erwähnt. Das einzige Aktivum im zionistischen Sinne, das das Palästinaamt (in Palästina) und die auf dasselbe folgende Zionistische Exekutive aufzuweisen haben, ist folgendes: Der wirklich enthusiastische Wille zur Förderung jeder schöpferischen Arbeit in Palästina. Der Träger dieses Enthusiasmus aber war eben der jüdische Arbeiter. Die zionistische Leitung und vor ihr das Palästinaamt haben es verstanden, diesen Enthusiasmus zu erhöhen. Dank diesem Zusammenwirken des jüdischen Arbeiters und der Zionistischen Organisation sind unsere neuen Ansiedlungen in Galiläa und im Emek entstanden, und die jüdische Arbeit in der Stadt hat sich weiter entwickelt. Der Glaube an die eigenen Kräfte und die zionistische Tätigkeit hat uns unsere Arbeitskräfte entsprechend vorbereitet. Ich möchte mit einigen Worten die Vergangenheit streifen. Unsere ungelernten Arbeiter haben sich in Petach Tikwah und Chederah zu kleinen Kwuzoth zusammengeschlossen, die selbständig Arbeit übernehmen. Und aus diesen Arbeitern rekrutieren sich unsere neuen Ansiedler. Die Träger des Gedankens der Selbstarbeit haben das meiste dazu beigetragen, daß wir viele Arbeitszweige in der Stadt erobert haben. Dieser Gedanke hat eine Bewegung entfacht, die es uns ermöglichte, aus den Arbeiter- 283

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.