Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 282

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 282 (sequence 293)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/3476254-3476282--5992-3482138
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

8. Sitzung: Referat des Arbeitsdepartements Mitglied der Exekutive Josei Sprinzak (hebräisch): Geehrter Kongreß! Ich glaube, daß sich in unsere Tagesordnung ein Irrtum eingeschlichen hat, da ja die Berichte der Kommissionen in größter Kürze abgefaßt und aufeinander hätten folgen sollen; aber da nun einmal unsere Tagesordnung aus der Ordnung geraten ist, so muß es schon dabei bleiben, denn wir werden es ja nicht besser machen. Ich halte es für überflüssig, Ihnen jetzt hier einen ausführlichen Bericht zu erstatten. Der gedruckte Bericht der Exekutive behandelt auch die Angelegenheiten des Arbeitsdepartements sehr ausführlich, und ich werde jetzt bestrebt sein und mich damit begnügen, einige allgemeine Bemerkungen über die Vergangenheit und über die Zukunft zu machen. Vor ungefähr zwölf Jahren sind wir hier in Wien zum elften Kongreß zusammengekommen. Auf diesem Kongreß in Wien war eine große Arbeiterdelegation. Diese Delegation ist seinerzeit als Vorkämpferin einer gewissen Idee aufgetreten. Im Lande war unsere Position in der Arbeit sehr schwach. Es waren im ganzen in den Kolonien einige hundert jüdische Arbeiter beschäftigt. Seither sind zwölf Jahre vergangen, von denen die Hälfte Kriegs jähre waren, Kriegs jähre auch für den Arbeitsmarkt in Palästina. Trotz dieser Unterbrechung in unserer Arbeit kommen wir heute mit einem ganz anderen Bild, dem Ergebnis der zionistischen Tätigkeit im Laufe der zwölf Jahre. Unsere Position in Bezug auf die Eroberung der Arbeit wird durch zwei Ziffern vor Augen geführt: es gibt zirka 20.000 jüdische Arbeiter in Palästina und in der Galuth haben wir eine Reserve von 30.000 Chaluzim. (Beifall.) Was hat uns diesen großen Fortschritt gebracht? Zwei Faktoren haben hier mitgewirkt — ich glaube, daß sie nicht nur in der Vergangenheit in unserer Arbeit mitgewirkt haben, sodern daß sie auch für die Zukunft wichtig sind. Der erste dieser Faktoren ist der Idealismus de$ jüdischen Arbeiters in Palästina, der zweite Faktor ist das richtige Verständnis, das wir bis jetzt in der zionisti- 282

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.