Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 284 (sequence 295)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/3476254-3476282--5994-3482140- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
8. Sitzung: Referat des Arbeitsdepartements lagern auf den Kwischim jüdische Arbeiter für alle Arbeitszweige in Dorf und Stadt vorzubereiten. Eines haben wir verlangt und das war die Hauptsache, nämlich, daß die zionistische Politik in Palästina in der Richtung der Stärkung des jüdischen arbeitenden Elementes im Lande geführt werde. Wir haben hier Debatten und Referate angehört. Dr. Halpern sprach hier über die günstigen Bedingungen, die der jüdische Arbeiter haben muß, und daß wir alle daran interessiert sind, dem jüdischen Arbeiter günstige Arbeits- und Existenzbedingungen zu schaffen. Ich möchte hier unterstreichen, daß sich das Arbeitsdepartement in seiner Tätigkeit nicht nur von der Richtschnur leiten ließ, günstige Arbeitsbedingungen zu schaffen, da ich das nicht als den wichtigsten Faktor unserer Kolonisationsarbeit in Palästina betrachtet habe; nicht nur günstige Arbeitsbedingungen und nicht nur die Frage der Arbeitszeit haben uns beschäftigt, sondern die Frage des Inhaltes und des Zieles. Der Inhalt der Arbeit ist der Aufbau Palästinas, das Ziel der Arbeit, für welches sich der jüdische Arbeiter, der in der zionistischen Bewegung steht, opfert, ist, daß die jüdischen Massen aus der Diaspora nach Palästina zurückkehren und dort zur produktiven Arbeit übergehen. Das ist es, was den jüdischen Arbeiter zu seinen Leistungen befähigt hat, und das ist es auch, was wir an der Zionistischen Organisation zu schätzen wußten, daß sie zwar mit beschränkten Mitteln, aber in einem Geiste des Verständnisses für die zionistischen Ideale in Palästina gewirkt hat. Diese Politik haben wir auch in den schweren Jahren, die der neuen Einwanderung vorangegangen sind, befolgt. Es waren Zeiten, wo Arbeitslosigkeit und Hunger im Lande herrschten, Zeiten, als die Arbeitslosigkeit in Stadt und Dorf schwer auf der Arbeiterschaft lastete, wo eine Rückwanderung stattfand, und damals fehlte es auch an jedweder Aufbautätigkeit derjenigen Institutionen, die die jüdisch-zionistische Aufbauarbeit in Palästina leisteten. Zu jener Zeit haben sowohl die zionistische Leitung wie auch das Arbeitsdepartement sich bestrebt, im Rahmen der durch das kleine 284