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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 267

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 267 (sequence 278)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5977-3482123
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Bierer Delegierter Dr. Bierer (fortfahrend): Meine Herren! Wir dürfen auch die vierte Alijah nicht geringschätzig behandeln. Und warum sollten wir sie schließlich geringschätzen? Aber wir müssen uns nicht wundern, meine Herren, wenn die Chaluzim und die Arbeiter die vierte Alijah als minderwertig betrachten, denn tatsächlich kommt ja die vierte Alijah nicht aus Liebe zu Palästina, sondern sie ist eine Folge des Zwanges und der schlechten Lage in den Unterdrückungsländern. Dagegen war die dritte Alijah eine Folge des Idealismus und inneren nationalen Strebens. Trotzdem glaube ich, daß auch die vierte Alijah notwendig ist. Denn es gibt auch in ihr sehr viele Elemente, die für die Wiederbelebung des jüdischen Volkes in Palästina und für den Aufbau unseres Landes arbeiten wollen. Meine Herren, ich sagte vorhin, daß die vierte Alijah eine Folge der Zwangslage ist und daß wir wegen der schweren wirtschaftlichen Not keine Zeit zum Warten haben. Der Antisemitismus wird in unseren Vaterländern immer stärker. Wer in jenen Ländern wohnt, weiß es, daß sich die antisemitische Bewegung täglich steigert. Wir sind weder in unserem Leben, noch mit unserem Vermögen sicher. Und das ist es eben, was die dumpfen Massen zur Auswanderung treibt. Wir besitzen in Transsylvanien, in der Gegend von Marmaros-Sziget, jüdische Elemente, die zwar Parteigänger der „Agudah", aber auch ausgezeichnete Arbeiter sind, die in den Wäldern und bei Bauarbeiten schwere Arbeit leisten. Diese Chassidim wären ein sehr wertvolles Element für Palästina. Wir müssen diesen Juden größere Aufmerksamkeit zuwenden und ihnen bei ihrer Auswanderung nach Palästina behilflich sein. Ich verlange von der Exekutive, daß sie ncah Marmaros-Sziget einen Vertreter entsende und den dort wohnenden 'jüdischen Stamm nach Palästina überführe. Es ist unverkennbar, daß, trotzdem — wie Sie wissen — die rumänische Regierung in letzter Zeit die antisemitische Bewegung einzudämmen bestrebt ist und gegen Pogromversuche auftritt, die antisemitische Strömung trotz alledem im täglichen Leben sich immer mehr bemerkbar macht. Wegen dieser Verhältnisse und auch aus diesen Gründen gibt es auch bei uns viele Juden, die nach Palästina auswandern wollen, und im Zusammenhang damit frage ich die Palästina-Exekutive, was sie diesbezüglich getan hat. Wir haben, meine Herren, im ganzen zwölf Prozent der Zertifikate gehabt. Was bedeutet diese Anzahl für uns? Diese Zahl konnte im ganzen nur für einen Bruchteil unserer Auswanderungswerber genügen. Warum dieses Unrecht, meine Herren? tyleine Herren, ich möchte mich zum Schlüsse noch zur Frage der Jewish Agency äußern. Es ist jetzt interessant zu erfahren, wie Herzl über diese Frage dachte. Im Jahre 1902 schrieb mein Vater, Dr. Rüben Bierer, einen Aufsatz über die Frage der Einberufung 267

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