Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 264 (sequence 275)
- Language
- German, English, Hebrew
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7. Sitzung: Generaldebatte raschung sichern. Es ist eine systematische Stärkung der Organisation und die Erhöhung der Einkünfte des Keren Hajessod notwendig. Ich werde über diese Fragen keine Phrasen verlieren. Ich werde den Kommissionen konkrete Vorschläge unserer Landesorganisation unterbreiten. In der Frage der Kolonisation und Wirtschaft begrüße ich zunächst das Niveau der Debatte, die wir heute beim Kongreß gehört haben. Hätten wir vor dem 12. Kongreß, hätten wir vor dem 13. Kongreß solche Debatten gehört, hätten wir alle diese Probleme, die sich uns jetzt angesichts der Lage des Landes aufdrängen, so wie ich es bereits auf dem 12. Kongreß verlangt habe, damals eingehend erörtert, anstatt lange Reden zu halten und zu hören, deren Inhalt längst überholt war, als sie am Kongreß vorgetragen wurden, dann wären wir vielleicht nicht in die Lage versetzt worden, Ueberraschungen zu erleben. Wir haben in den Fragen der Kolonisation und Wirtschaft eine ganze Reihe kritischer Urteile zu fällen. Aber wir fällen sie nicht im Plenum des Kongresses und wir wollen nicht negativ kritisieren. Auch in dieser Richtung glauben wir in den Kommissionen positive Vorschläge machen zu können. Im Wesentlichen geht es uns in den Prinzipien um zweierlei: Wir wollen die Forderung nach einem von Initiative diktierten Plan unterstützen, nach dem in möglichst kurzer Zeit und bei ökonomischer Verwendung der nationalen Mittel, durch Anleitung und Organisierung der Privatinitiative nach den Prinzipien der Nationalisierung und Selbstarbeit die Zahl der arbeitenden jüdischen Bevölkerung erheblich vergrößert und Ausbeutung verhindert werden kann. Wir wollen, daß bei der Verwendung nationaler Mittel zur Unterstützung der Ansiedlung und unter Ausschluß einseitiger Stellungnahme alle lebendigen und lebenswilligen Kräfte des jüdischen Volkes produktiv verwertet werden. Nationale Mittel können nur für solche Siedlungszwecke verwendet werden, die nicht gegen die Prinzipien der Nationalisierung und Selbstarbeit verstoßen und die eine Ausbeutung ausschließen. Bei der planmäßigen Siedlungstätigkeit der Organisation ist in gleicher Weise auf die Bedürfnisse des Landes wie auf die des jüdischen Volkes Rücksicht zu nehmen. Wir werden auch in dieser Richtung einen Vorschlag machen, der dahin geht, daß wir für diese Prinzipien ein Organ schaffen. Wir glauben, daß die Art und Weise, nach der Kolonisation und Wirtschaft bisher behandelt wurden, nicht ausreicht. Wir wollen, daß für diese Fragen ein neues Organ geschaffen werde, das die ganze Arbeit zentral und verantwortlich leitet. Wir haben einen Antrag vorbereitet, den wir der Kommission vorlegen werden. In der Kommission werden wir auch zur Frage der Anleihe Stellung nehmen und die Anregung vorlegen, ob nicht eine Hypothekarversicherung ein geeignetes Mittel wäre, die Anleihe auf dem Finanzmarkt leichter zu placieren. Ich habe be- 264