Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 255 (sequence 266)
- Language
- German, English, Hebrew
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Levin kes zu wecken. Hundert Prozent werden wir nie im Leben haben, fünfzig Prozent werden wir auch nicht erreichen, aber zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent würden schon ausreichen, um Palästina rasch aufzubauen. Und hier im Kongreß ist es gesagt worden: es hängt von uns ab. Wenn wir wollen, können wir schon nach zehn Jahren eine jüdische Majorität in Palästina haben. Und wenn wir die Majorität haben, dann haben Sie alle Fragen geregelt. Wenn der Kongreß den Mut haben wird, ein größeres Budget anzunehmen, mindestens um zwanzig bis fünfundzwanzig Prozent mehr, dann können wir es verteilen und werden alle Elemente zufriedenstellen; dann kann Arbeit geleistet werden. Die Aufgabe ist nicht unlösbar. Und noch ein Wort möchte ich sagen: eine Sache, meine Damen und Herren — wenn man schon von Politik spricht — ist in diesem Jahre geschehen, und das ist meine Meinung dazu. Eine politische Errungenschaft, vielleicht wichtiger, als sich später gewisse Handlungen von Samuel in der Geschichte darstellen werden, ist die Eröffnung der Universität. Wir sprechen darüber in einer ganz andern, in einer der Sache nicht würdigen Weise. Das ist nicht recht; es war eine wichtige politische Errungenschaft, ebenso wichtig wie die Balfour-Deklaration, dieses Fest, wo wir die Gastgeber waren, wo wir die Nationen eingeladen haben, und die Nationen haben unsere Einladung angenommen und sind gekommen. Die ganze Welt hat von der Entwicklung Palästinas und von der jüdischen Renaissance gesprochen; das ist auch eine politische Errungenschaft! (Beifall.) Auch in der Politik können wir noch mehr erreichen, die Wege sind nur verschieden. Wir müssen vom Einzelnen zum Allgemeinen aufsteigen. Wir müssen Schritt für Schritt weitergehen. Jeder Schritt ist ein Plus auf dem Wege zur Erreichung unseres Hauptzieles. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Vizepräsident Meyer Berlin (hebräisch): Ich habe dem Kongreß eine sehr betrübende Mitteilung zu machen. (Der Kongreß erhebt sich.) Die Witwe unseres Vorkämpfers, des Schriftstellers Perez S m o 1 e n s k i n, ist heute hier in Wien gestorben. Ich veranlasse namens des Kongresses die Absendung einer Beileidskundgebung an die Kinder der Verewigten. Ferner erhalten wir aus New York die traurige Nachricht, daß der Schriftsteller A. Ch. Rosenberg dort gestorben ist. Die nächste Sitzung beginnt heute ZVi Uhr pünktlich. Wir müssen heute die Sitzung um b% Uhr schließen und die Nachmittagssitzung ist sehr wichtig. Die Sitzung ist geschlossen. Schluß der Sitzung: 2 Uhr 15 Minuten nachmittags. 255