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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 248

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 248 (sequence 259)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5958-3482104
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6. Sitzung: Generaldebatte lichkeit der Ansiedlung des jüdischen Auswandererstromes — abgesehen von unseren nationalen, von unseren chauvinistischen Absichten. Wir verlangen freie Immigration. Und wir verlangen freie Ausfolgung des unbebauten Bodens an Leute, die bodenlos herumgehen. Um Gottes willen: Ist das Würde oder nicht? Wenn es unser unwürdig ist, dann verwerfen wir es, dann haben wir nicht das Recht, uns mit dem Zionismus, mit dem zionistischen Gedanken zu befassen. Aber wenn es würdig ist, dann brauchen wir Manifestationen, brauchen wir das, was wir politische Offensive nennen, um unsere Forderungen durchzusetzen. Aber eines von den beiden: Entweder ist die Welt zu der Wahrheit bekehrbar oder sie ist es nicht. Wenn sie es nicht ist, dann gehen wir zu Grunde, weil wir Unmögliches wollen; ist sie es aber, dann machen wir doch den Versuch der Bekehrung; und der erste Schritt zur Bekehrung ist doch von unserer Seite Formulierung. Worin bestehen die Maßnahmen, die wir von dem Staate verlangen, um Palästina zu kolonisieren? Und gerade in diesem Moment, wo wir zu diesem weiteren Stadium gekommen sind, wo wir politische Instrumente brauchen, um uns durchzusetzen, in diesem Moment ist bei uns der Plan aufgetaucht, das einzige politische Instrument, das uns das Mandat gegeben hat, die Jewish Agency, das Rohr, das zur Mandatarmacht leitet, zu verstopfen. Das einzige Instrument! Es steht im Mandat, daß der jüdische Volkswille mit der Mandatarmacht nur durch die Jewish Agency verkehren kann. Leben Sie nicht in der Illusion, die Jewish Agency müsse uns gehorchen. Wir werden beschließen, vielmehr wir werden nichts beschließen und wir werden nichts ausführen, denn das Ohr der Mandatarmacht gehört der Jewish Agency und nur durch diesen Kanal, durch diesen Schlauch kann die Stimme des jüdischen Volkes zu der Macht der Allmächtigen gelangen. Und nur in jener Form, in der der Filter es zulassen will, und nur durch diesen Filter hindurch. Es gibt einen erhabenen Gedanken in der Idee der Jewish Agency, es gibt einen heiligen Gedanken, den ich heute schon begrüßen würde, wenn eine vernünftige Mehrheit sich auf dieses Kompromiß einigen würde. Die finanzielle Basis des Aufbaus, die gehört nicht uns Zionisten, das ist wahr. Die materiellen Opfer für den Aufbau bringen Zionisten und Nichtzionisten. Wer die Steuer zahlt, hat auch das Recht zu bestimmen. Warum denn nicht ein Zweikammersystem: eine zionistische Unterkammer, ein Abgeordnetenhaus, und ein nichtzionistischer Senat, und beide sollen in den budgetären Fragen, in rein ökonomischen Aufbaufragen zusammenarbeiten. Ja, das wird die Stelle sein, wo wir uns weiter entwickeln werden. Aber der politische Gedanke des Zionismus ist doch bei uns und nicht bei den andern, und die andern beanspruchen es gar nicht, und darum muß es doch in unseren Händen sein. Auch wenn wir 248

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