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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 245

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 245 (sequence 256)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5955-3482101
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Jabotinsky darum, wer die Richtlinie der Arbeit auf fünf Jahre hinaus überhaupt bestimmen wird, in dieser Frage aller Fragen hat doch die Jewish Agency sicher das Recht und den Anspruch etwas zu sagen. Und weiter ist es nutzlos, Reformen zu verlangen, nicht nur diejenigen, von denen ich hier gesprochen habe, sondern auch eine Reform, die Sie, meine Herren, als einfach bezeichnen, die mir am schwersten zu erreichen scheint, die Freiheit der Immigration, die Uebergabe der Kontrolle über die Einwanderung an die Zionistische Organisation — da der Kolonisator verantwortlich dafür ist, was aus dem Menschenmaterial wird, muß er auch verantwortlich sein für die Wahl des Menschenmaterials — aber auch diese höchste und am schwersten erlangbare aller Reformen, auch diese ist es nutzlos zu verlangen und anzuwenden in derselben Zeit, in der die britische Regierung in Palästina Institutionen schaffen will, welche nur eine Rolle der Obstruktion gegenüber der zionistischen Aufbauarbeit spielen werden und müssen. Ich spreche von dem sogenannten Legislative Council; dieses Projekt wurde nicht begraben, dieses Projekt steht morgen auf der Tagesordnung. Plumer wird es beantragen, und die Araber werden es annehmen, und es wird Zustandekommen, wenn nicht inzwischen Einflüsse, irgendwelcher Druck, irgendwelche Argumentation gegen dieses politische Projekt zur Geltung kommt. Dieses Projekt besteht, wie Sie wissen, aus einer gesetzgebenden Körperschaft in Palästina mit sehr weitgehenden Rechten, welche aus elf Beamten, zehn gewählten Arabern und zwei gewählten Juden bestehen wird. Das ist eine neue Tribüne für die antizionistische Propaganda, das ist nicht mehr die arabische Exekutive, von der man sagen kann, sie vertrete nur einen Teil der Bevölkerung, sondern eine rechtlich anerkannte Körperschaft, die die gesamte Bevölkerung repräsentiert. Ist es gerecht und ist es im Sinne des Mandates, den Einfluß zu vernichten, den der Jude in Bezug auf die gesetzliche Entwicklung in Palästina beanspruchen kann? Dann ist zu bedenken, daß im Jahre 5686 so und soviel Juden in Palästina sind und danach die Zahl ihrer Vertreter im Legislative Council bestimmt wird. Ist nicht der Sinn des Mandates dieser, daß der Völkerbund anerkannt hat, daß Palästina zur nationalen Heimstätte der Juden werden soll? Ist heute Palästina das Interesse von einer Seite, von einem Partner? Ein Partner ist die Bevölkerung Palästinas, der andere Partner ist die kolonisierende Nation. Beide Partner haben eine Mission im Lande. Beide Partner tragen eine Verantwortung. Beide Partner haben ihr nationales Leben mit dem Lande verknüpft und vielleicht der jüdische Partner in einem größeren Umfang als der andere. Ist es dann richtig, daß man in Palästina Imitationen des Parlamentarismus schafft? Der eine Partner, die kolonisierende Nation, die so viel in Palästina einbringt, die von Jahr zu Jahr wächst, wachsen muß, muß auch eine Rolle spielen in 245

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