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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 236

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 236 (sequence 247)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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6. Sitzung: Generaldebatte Vorsitzender Vizepräsident Meyer Berlin (hebräisch): Das Wort hat Herr Jabotinsky. (Stürmischer Beifall, besonders' seitens des Publikums.) Ich ersuche die Gäste, sich an BeifaUskunidgebungen und Zwischenrufen nicht zu beteiligen. Delegierter Vladimir Jabotinsky: Im Namen der Wähler, die mich in Palästina gewählt nahen, und im Namen der kleinsten Fraktion dieses Kongresses — ich überlasse es Ihnen zu beurteilen, ob die Bewegung, die von dieser Fraktion dargestellt wird, im Leben ebenso klein wie auf dem Kongresse aussieht — im Namen dieser habe ich die Ehre mitzuteilen, daß wir zu der heutigen Exekutive kein Vertrauen haben. Es ist aber nicht eine Frage von Anklagen und ist nicht eine Frage von denjenigen Fehlern, die diese Exekutive gemacht oder nicht gemacht haben soll Es ist eine Frage des Weges. Wir glauben, daß die Bewegung heute auf einem falschen Wege geführt wird; gleichgültig, ob eine Exekutive alle Bemühungen anwendet, um auf diesem Wege Ergebnisse zu erreichen; es ist hoffnungslos, auf diesem Wege werden keine Ergebnisse erreicht. Der Unterschied zwischen den zwei Richtungen besteht in der Beziehung zu dem politischen Zionismus. Wir glauben, daß der politische Zionismus bedeutet, daß jede Aufgabe des Zionismus, ob es das letzte Ziel sei oder ob es die heutigen Aufgaben seien, immer durch politische Methoden gelöst werden muß. Und wir glauben, daß es bei unserer Richtung der unpolitischen Methode kein Mittel gibt, nicht nur das Endziel zu erreichen, sondern auch ein heutiges Problem vollständig zu lösen. Denn der Standpunkt der heutigen offiziellen Richtung in Bezug auf die politische Betätigung ist in einem Schlagworte erwähnt worden: „Vergiß für zwei Jahre!" Geht man diesen Weg, so stehen wir bei aller Anerkennung der Opferwilligkeit und der Bemühungen besorgt vor den Problemen, die das Leben vor uns aufrichtet. Und wir können nicht rückhaltlos die Freude unserer zionistischen Freunde und Gegner teilen, wenn wir die große Blüte, die große Immigrationswelle, die Popularität Palästinas in der jüdischen Welt sehen, können uns nicht freuen, weil die Sorge bei uns tiefer und stärker ist als die Freude. Endzweck ist die Schaffung der jüdischen Mehrheit in Palästina. Um dieses Problem mathematisch zu lösen, müssen wir doch berechnen, daß es heute in Palästina über 700.000 Nichtjuden gibt. Bei den besseren sanitären Bedingungen, die, wie wir hoffen, England in Palästina doch einführen wird, kann ich rechnen, daß im Laufe einer Generation (25 Jahre) der nichtjüdische Teil der palästinensischen Bevölkerung ungefähr über eine Million zählen wird. Und um ein Fifty-fifty-Palästina, geschweige denn eine Mehrheit zu schaffen, müssen wir binnen 25 Jahren eine Million nicht nur nach Palästina bringen, sondern ansiedeln, das heißt 40.000 pro Jahr. Daß 236

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