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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 233

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 233 (sequence 244)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5943-3482089
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Fischer parallel laufen: erst in der Periode des politischen Rückschlages hat man uns diese glänzende Eröffnung in Jerusalem gewährt. Ich habe den Eindruck, als ob die britische Regierung ebenfalls die Achad Haamsche Linie der andern vorziehe. So aber war es 1917 nicht gemeint. Wenn wir Politischen vor dem Krieg für uns das politische Comite verlangten, war es nicht, weil wir uns für klüger hielten die Tagespolitik zu machen, sondern weil wir die andere Linie, die Herzische, befolgen wollten. Seit 1918 gilt für die zionistische Politik die Formel von Weizmann: Wir schaffen Tatsachen. Nicht auf theoretische Anerkennung unserer Ansprüche bauen wir unsere Politik, sondern auf Tatsachen. Gegen solche Schaffung von Tatsachen in Palästina und anderswo habe ich natürlich nichts einzuwenden. Aber Tatsachen und Tat sind zwei verschiedene Dinge und die Tat hat mehr Wert als eine Tatsache. Die Politik der Tatsachen, wenn wir uns gut erinnern, ist sogar die Politik des greisen Chaluz Rothschild, den wir vorgestern gefeiert haben, und wir wissen alle, daß wir mit dieser Politik des greisen Chaluz während der 28 Jahre seiner Tätigkeit nicht einverstanden waren. Nicht, daß wir seine Tätigkeit irgendwie als minderwertig oder falsch eingeschätzt hätten, aber es fehlte ihr die rechtliche Grundlage. Unser so positiv scheinendes Programm hat eine empfindliche Schwäche; wir schaffen Tatsachen, die auch negative Seiten haben, die uns in der Erfüllung unserer Aufgaben in Palästina stören. Davon haben wir viele schmerzliche Beispiele erlebt. Als wir nach dem Kriege zusammenkamen und über die Politik sprachen, sagte man uns beruhigend: „Ihrer ganzen Art nach wird die Regierung alles tun, nur nicht schreiben." Dann aber hat man doch zu schreiben angefangen, und kaum als man anfing zu schreiben, so hat man das schon geschriebene Wort „Recht" gestrichen und die Umschreibung „historische Verknüpfung" dafür gegeben und anstatt „d a s nationale Heim" „e i n nationales Heim" gesetzt. Nicht die Leitung hat daran Schuld, sondern die ganze zionistische Organisation, welche das akzeptiert hat. Späterhin sagte man uns: „Ja, so klug wie Ihr waren wir auch, mehr war nicht zu erreichen." Jetzt noch gestatte ich mir zu sagen, daß nicht jedermann gezwungen ist, dieser Ueberzeugung zu sein. — Und dann hat man weiter geschrieben. Das heißt: was die sogenannten Extremisten befürchteten, trat ein: es blieb nicht bei dem geschriebenen und angenommenen Text. Glaubte man den Arabern gefällig sein zu müssen, so brauchte man uns nicht zu schonen. Es kam dazu, daß unser High Commissioner — ich sage das Wort „unser High Commissioner" nicht, um der Leitung daraus einen Vorwurf zu machen, denn meine Freunde und ich waren sehr energisch dafür, daß wir einen jüdischen Gouverneur verlangen. Aber unser High Commissioner hat sich nachher erlaubt, ohne uns zu fragen, der Balfour-Deklaration eine Definition zu geben, die zu unseren Ungunsten war. Aber jedesmal war es zum letzten Mal, daß man eine Konzession gemacht hat. Und dann kam erst noch die Annahme des Churchill-Statements und wieder hat man zum letzten Mal eine Konzession gemacht. Und jetzt der Mißerfolg, über den wir hier so viel Klagen hörten, der Fall bei der Ernennung Lord Plumers zum High Commissioner; da haben wir nicht mehr nachzugeben brauchen, denn man hat uns nicht mehr gefragt. Wenn man seine 233

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