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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 229

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 229 (sequence 240)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5939-3482085
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Thon nicht einmal den Stock, um ihn zu schlagen. Aber wir müssen alle unsere Kräfte anspannen, um das Doppelte, um das Dreifache, um das Fünffache unsere Kräfte anstrengen, um mehr herauszuholen. Aber mit dem Budget, mit dem wir arbeiten können und arbeiten müssen, müssen wir rechnen, damit wir uns sagen: Was ist das Wichtige, was ist das Wesentliche, was wollen wir und was fundiert uns, unser jüdisches Gemeinwesen? Und da können wir nicht anders als zu dem Entschluß zu kommen: wir müssen vorerst die Kwuzoth sichern, die Moschawim und die Moschawoth sichern, oft auch jene, die heute noch um ihre Existenz ringen und die nach »einem Jahre, nach zwei und nach drei, vielleicht manche erst nach iünf, wirtschaftlich selbständig sein und ihre wirtschaftliche Existenz haben werden. Das ist das erste, wir dürfen nicht die Leute in den Kwuzoth, die heute zu neunzig Prozent fiebern (Zwischenruf: Unwahr!), zu neunzig Prozent ihre Gesundheit eingebüßt haben, wir dürfen sie nicht hungern lassen, keinen Tag. (Starker Beifall.) Dann erst kommt die Sorge für die Neueinwanderung. Und da muß jeder einzelne Einwanderer produktiviert werden, in der Industrie, im Handwerk, meinetwegen auch im soliden, legitimen Handel. Wenn die Zionistische Organisation irgendwo schwer gesündigt hat, auf dem Gebiete des G h i n u c h hat sie es getan. Seit dem Jahre 1920, seitdem wir das erstemal zusammengekommen sind, haben wir das Budget für den Chinuch gekürzt, gekürzt. Das war das Furchtbare. Wir kamen so weit, daß wir wirklich nicht mehr uns auf der Höhe erhalten konnten, die wir erreicht hatten und die wir wieder erreichen müssen. Und dann, meine Herren, dann kommen verschiedene Sachen heraus, extreme Anschauungen. Da ist der eine, der sagt, wir wollen Ruhe haben, wir werfen den ganzen Chinuch dem Jischuw an den Kopf. (Zwischenrufe.) Es gibt manche, die das sagen, aber es gibt keine Regierung in der Welt, die diese Sachen aus der Hand läßt. Und dann andererseits erfahren wir von irgendwelcher Seite her, daß über Bestrebungen beraten werde, um eine Art von Klassenschule zu gründen. Auch das ist überaus gefährlich. Die Schule muß eine nationale hebräische Schule sein, und die Hebraisierung muß mit der größten Konsequenz durchgeführt werden. Und das kann nur aktiv sein, da können wir nicht durch passives Zusehen irgendetwas erreichen. Wir müssen das Ganze in der Hand behalten, ■einen andern Weg gibt es nicht. Allerdings, wir stehen alle auf dem Standpunkt, daß der Jischuw, soweit er schon gefestigt ist, soweit er schon die Mittel dazu hat, das Schulbudget tragen soll, d. h. nicht die kleinen Kwuzoth, die Moschawim und Moschawoth, wohl aber die Städte und die größeren Kolonien müssen alle Anstrengungen machen, um ihr Budget selbst zu tragen, um uns zu entlasten, um <ier zionistischen Leitung die Möglichkeit zu geben, ihr Schulwerk Tascher zu entwickeln, quantitativ und qualitativ. 229

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