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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 224

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 224 (sequence 235)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5934-3482080
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6. Sitzung: Generaldebatte der Zionist Federation von Südafrika, sondern von den Juden Südafrikas sprach, denn in Südafrika ist das Wunder Wirklichkeit geworden: in Südafrika leben nur 70.000 Juden, aber die 70.000 Juden sind Zionisten. (Beifall.) Es gibt keine Gemeinde in Südafrika, welche nicht zionistisch wäre. Eine Synagoge, die Hauptsynagoge in Johannesburg, hat in ihrer Generalversammlung einstimmig beschlossen, einen höheren Beitrag der hebräischen Universität in Jerusalem zuzuwenden. (Beifall.) Und, meine Damen und Herren, denken Sie sich, wie reich unsere hebräische Universität sein könnte, wenn jede jüdische Gemeinde im Galuth einen ähnlichen Beschluß fassen würde, wenn jede Synagoge einen höheren Beitrag abführen würde für die Erhaltung, für die Entwicklung der Universität, für die Erhaltung der hebräischen, der jüdischen Sache. Im Angesicht dieser Universität haben die Juden sich vereinigt im Geiste des Zionismus. Wir haben orthodoxe und weniger orthodoxe Juden, aber jeder Jude, der dieses Namens würdig ist, muß unser Werk fördern. Das wird möglich sein, meine Freunde, wenn wir weniger an unsere Parteileidenschaften denken, wenn wir mehr darauf sehen würden, daß die wahren Freunde des Volkes auf einer Plattform, auf einer Rednertribüne, unter einem Dache zusammenkommen. In Palästina ist das leider noch nicht geschehen. Nichts ist ärger, meiner Ansicht nach und meinen Gedanken nach, als irgendeine jüdische Strömung anzugreifen oder zu tadeln. Aber beschämend ist es, daß unsere eigenen jungen Leute, daß unsere eigenen Schwestern auf dem Boden Erez Israel das Hebräische angreifen (Zwischenruf: Namen nennen!) und wir unsere hebräische Sprache in unseren eigenen Reihen verteidigen müssen. Es ist beschämend und demütigend, daß wir unsere eigenen jungen Männer und Frauen, die doch selber einmal die Führung unseres Volkes, unserer menschlichen Gemeinschaft werden übernehmen müssen, daß wir diese innnerhalb unserer eigenen Mitte und unseres eigenen Landes erst über die Bedeutung unserer nationalen Sprache aufklären müssen. Wenn ich mir die Freiheit nehmen darf als eines der bescheidenen, wiewohl nicht jüngsten Mitglieder dieses Kongresses an Sie zu appellieren, dann gestatten Sie mir Sie zu bitten, unsere Kräfte zu verwerten nicht um anzugreifen, nicht um unsere Feinde zu schwächen, nicht um Worte hinauszuschleudern, sondern sie dazu zu verwenden, daß die britische Regierung es erfahre und davon Kenntnis nehme, daß das jüdische Volk einig und frei und stolz bauen will an der Schaffung unserer Heimstätte in Palästina. Arbeiten können wir als Zionistische Organisation in Erez Israel. Aber ich brauche es Ihnen nicht mehr zu sagen, daß es der Geist ist, der sich den Körper baut. Es ist der Geist und nicht die Materie, die es bewirken wird, daß unser jüdisches Land erschlossen werde, der jüdische Geist immer mehr erstarke, immer mehr erwache. Ich hätte noch mehr zu sagen, aber ich will Ihre Zeit nicht zu lange in Anspruch nehmen; ich schließe meine Worte mit dem 224

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