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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 221

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 221 (sequence 232)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5931-3482077
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Mereminski, Landau faßt. Man hat an den Kongreß und vor einem Jahre auch an das Actions-Comite appelliert. Ich möchte nun fragen: wie lange werden unsere Chawerim, die jahrelang im Lande arbeiten und Familienväter sind, ärger behandelt als der Mittelstand? In Jerusalem und Jaffa gibt es 70 bis 80 Prozent Chawerim, die die Stadt verlassen, weil es keine jüdische Baubewegung gibt, weil die Bauten nicht der Histadruth übertragen werden. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Vizepräsident Meyer Berlin: Bas Wort bat Herr Oberrabbiner Landau. Delegierter Oberrabbiner Dr. T. L. Landau: Ich spreche absichtlich nicht englisch und nicht hebräisch, damit ich allgemein verstanden werde. Ich werde mich ganz kurz fassen können. Ich werde auch versuchen, ganz ruhig zu sprechen, ohne mich aufzuregen. Ich will nur einige kurze Tatsachen konstatieren. In erster Reihe haben die Juden Südafrikas beschlossen, ohne Vorbehalt beschlossen, den Führern unserer Organisation kräftige finanzielle und moralische Unterstützung zu gewähren, wiewohl ich nicht leugnen kann, daß viele von uns alle Ursache haben, unzufrieden zu sein. Es wäre meinerseits ein eitler Versuch, in Abrede stellen zu wollen, daß die Vorgänge, daß das Verhalten der englischen Regierung, daß das Betragen von Herbert Samuel den Zionisten und der Zionistischen Organisation gegenüber die bittersten und peinlichsten Gefühle hervorgerufen, daß die Juden Südafrikas es bitter empfunden hätten, daß wir Zionisten so sehr, so oft getäuscht wurden und uns so oft enttäuscht fühlen müssen. Nun, wer kann leugnen, daß eine große Summe Geldes, die der zionistischen Bewegung, der Zionistischen Organisation zugedacht war, von der palästinensischen Regierung für arabische Kinder verwendet wurde, für eine landwirtschaftliche Schule, die den arabischen Zwecken dienen soll? Wer würde das nicht als eine tief beschämende und demütigende Tatsache ansehen, daß wir das Geld, das wir in den meisten Städten, in den meisten Ländern mit der größten Mühe, mit Schweiß und Blut zusammenbringen, unter ernsten Opfern zusammenbringen, daß wir dieses Geld für Boden haben müssen, den Sir Herbert Samuel oder seine Regierung den Arabern umsonst gab? (Beifall.) Wir haben Böden, die wir von der britischen Regierung hätten erhalten sollen, nicht erhalten, wir müssen diese Böden kaufen, diese Länderstrecken teuer bezahlen, weil sie Sir Herbert Samuel den Arabern als Geschenk hingab. Nun, es sind ja noch so viele Tatsachen, die sich erzählen ließen. Ich weiß aus dem Munde meiner persönlichen Freunde, daß die Juden in Palästina aus Regierungsämtern durch antisemitische Manöver hinausgedrängt wurden, um Nichtjuden Platz zu machen. Nun, meine Damen und Herren, wir müssen doch feststellen, daß wir mit Aufregung, mit Schreien, 221

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