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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 219

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 219 (sequence 230)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5929-3482075
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Mereminshi unsere Deklarationen auf früheren Kongressen erinnern. Bringen Sie uns Arbeiter, die heute in Palästina gesucht werden. Aber eines muß klar sein: wir sind gegen die Einwanderung von solchen Elementen, die kommen, um in Palästina Geschäftsleute zu werden. Solange wir nicht die genügende Zahl von Konsumenten in Palästina haben, solange wir nicht eine große Zahl von jüdischen Arbeitern in Palästina haben, solange hat der Mittelstand keine Aussichten. Und deshalb müssen wir in unserer Arbeit vor allem von der Voraussetzung ausgehen, daß der Arbeiterstand auf dem Lande und in der Stadt die einzige Grundlage des Zionismus und auch der Lebensmöglichkeit des Mittelstandes ist. Nur die Arbeitereinwanderung kann uns eine jüdische Majorität in Palästina schaffen. Das ist die einzige Grundlage der jüdischen Mehrheit, und das ist der Weg zur Verwirklichung. Zwischen uns ist nicht nur ein Klassengegensatz, nicht nur ein Klassenkonflikt, sondern es ist zwischen uns ein tiefer Abgrund, und zwar wegen der Verschiedenartigkeit der Auffassung des Wesens des Zionismus. Ihr wollt das Volk in seiner heutigen Struktur nach Palästina überführen. Eine jüdische Siedlung unter etwas günstigeren Bedingungen, in der Krim oder in Palästina, das ist euer Zionismus; aber wir fassen den Zionismus viel tiefer auf. Wir wollen nur zu innerst revolutionierte Menschen nach Palästina bringen, die eine innere, geistige Beziehung zum Aufbau haben, die mit ihrer Vergangenheit brechen wollen. In diesem Punkte gehen wir auseinander. Nennt das, wenn ihr wollt, Klassenkampf. Aber wir werden diesen Klassenkampf führen und wir glauben, daß wir ehrliche Gegner sind. Wir sind nicht gegen die Einwanderung unserer Väter. Wir bestreben uns im Gegenteil, daß sie so schnell wie möglich zu uns kommen; aber sie werden nur dann zu uns kommen können, wenn wir nicht mehr im Zelt oder in der Baracke wohnen, wenn wir nicht mehr gezwungen sein werden, unsere Arbeit unter unseren Chawerim für je zwei Tage wöchentlich einzuteilen, sondern erst dann, wenn wir günstigere Bedingungen des Aufbaus haben werden. Es wurde behauptet, daß die vierte Alijah produktive Elemente ins Land gebracht habe; wir haben in der Immigration nach der Statistik 72 Prozent arbeitsfähiger Leute, aber nur 50 Prozent haben sich der Arbeit zugewendet. Wie viele Chaluzim kommen jetzt, zur Zeit der angeblichen Diktatur der Machlakoth Haawodah, über die Herr Gottlieb gesprochen hat, nach Palästina? Vier Prozent Chaluzim. Der heutige Zionismus ist bei vier Prozent Chaluzim angelangt; das ist unser Alijah-Kongreß, wie ihn Herr Sokolow genannt hat! Wir verstehen Herrn Halpern sehr gut, wenn er gestern sagte, daß er einen kapitalistischen Chaluz schaffen wird, der den Hechaluz bekämpft, indem er sich als Chaluz darstellt. Das ist sein Zionismus, und auf diese Weise will er in Palästina eine jüdische Mehrheit schaffen! Dann wird er noch erzählen, daß er für die Schaffung 219

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