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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 218

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 218 (sequence 229)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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6. Sitzung: Generaldebatte daß man Juden von Palästina zurückschickt. In derselben Zeit aber haben wir in der Presse eine Erklärung gelesen, daß man antizionistische Elemente zurückschickt, und ich möchte sehr gern vom Herrn Präsidenten Dr. Weizmann eine Aufklärung in dieser Frage hören. Hören Sie nur: Im Unterhause hat der Abgeordnete Sanderson am 3. August eine Anfrage an den Kolonialsekretär Amery gerichtet, ob es der Wahrheit entspricht, daß mit seiner Zustimmung verordnet wurde, antizionistische Elemente von der Einwanderung auszuschließen, und Amery hat es bejaht. Antizionistische Elemente! Das ist die Meldung, die ich in der Presse gefunden habe. Ich hätte mich natürlich gar nicht darauf gestützt, aber ich habe auch andere Dokumente gesehen. Ich möchte den Herrn Präsidenten ersuchen, uns eine Aufklärung diesbezüglich zu geben. Meiner Meinung nach liegt darin eine gewisse Tendenz, und zwar eine englisch-imperialistische Tendenz. England will gewisse Leute nicht ins Land lassen und zugleich glauben machen, daß es damit zionistische Interessen schützen will. Aber die zionistischen Interessen verlangen, daß wir das Recht der Einwanderung in Palästina ohne jedwede Einschränkung genießen, und die Zionisten haben nie von einem Juden gefordert, Zionist zu werden, wenn er nach Palästina gehen will. Uns sind solche Tendenzen fern. England will angeblich antizionistische Propaganda in Palästina verhindern, aber fürchten denn wir antizionistische Propaganda von Juden in Palästina? Nicht diese Elemente, sondern die antizionistischen Beamten, die von der Regierung, vom Schiff an bis zum Waad Hachinuch, auf unsern Weg gestellt worden sind, sie stören uns bei unserem Aufbauwerke im Lande. (Beifall.) Wir haben von der zionistischen Leitung solche Erklärungen verlangt, daß die Frage der Einwanderung in unserem Sinne geregelt werde. Und jetzt hat die zionistische Leitung ihren Bericht herausgegeben, der alle Beschränkungen der Einwanderung annimmt. Und alle zionistischen Elemente, wie zum Beispiel Herr Gottlieb und Herr Suprasky, die für die freie Einwanderung sind, bitten wir, mit uns zusammen für die freie Alijah zu kämpfen. Von der Regierung können wir nichts erhoffen; sie kommt nach Palästina, und indem sie vorgibt, zionistische Interessen zu verteidigen, beschränkt sie die zionistische Einwanderung ins Land. Ich erlaube mir jetzt, unsere inneren Angelegenheiten zu behandeln, und zwar nicht die Fragen der Politik. Man hat hier von einer großen Einwanderung gesprochen und man hat den Kongreß einen „Kongreß der Alijah" genannt. Ich möchte sehr gern, daß die Delegierten von hier aus gute Eindrücke nach Hause mitbringen, damit sie günstige Nachrichten nach den Emigrationsländern, wie Polen, Litauen usw., bringen. Aber man muß doch kühl rechnen. Wir sind nicht gegen Alijah, von welcher Seite immer sie kommen möge. Sie können sich davon überzeugen, wenn Sie sich an 218

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