Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 210 (sequence 221)
- Language
- German, English, Hebrew
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VIERTER VERHANDLUNGSTAG. 6. Sitzung« Freitag, den 21. August 1925. Beginn der Sitzung: 10 Uhr vormittags. Vorsitzender Vizepräsident Mötzkin: Hober Kongreß! leih bitte Sie vor allem um Emtsc-hail'diguiig, diaß die Sitzung heute nicht recbteaedtig eröffnejt werden konnte. Das Wort hat Herar Professor Brodetsky (Zwischenruf: I&t nicht anwesend). Herr Oberrablbdnex NiemiTOwer! Delegierter Oberrabbiner Dr. I. Niemirower: Verehrter Kongreß: Die Landsmannschaft Altrumänien, die durch acht Mitglieder hier vertreten ist, hat sich keine einheitliche Meinung bilden können. Die einen von uns sympathisieren mit den Absichten der sogenannten Konferenzgemeinschaft der radikalen Zionisten und der andere Teil, dem anzugehören ich die große Ehre habe, geht mit dem Arbeitsblock der allgemeinen Zionisten. Es gibt jedoch gewisse gemeinsame Punkte, über welche wir übereinstimmender Ansicht sind. Ich glaube in bezug auf die äußere Politik unserer Organisation kann man kein anderes Programm vertreten als dasjenige, das wir mit dieser Klarheit und Meisterschaft von unserem Führer Sokolow gehört haben. Ich kann nicht umhin, bei Erwähnung dieses Namens Sokolow unserem Meister auch von hier aus im Namen der rumänischen Zionisten dafür zu danken, daß er bei uns gewesen ist und bei Zionisten und Nichtzionisten, auch bei Nichtjuden, ja in den höchsten Kreisen des Staates aufklärend für den Zionismus gewirkt hat. Ich sage, bezüglich der äußeren Politik begrüßen wir es, daß man sich nicht einem Pessimismus in bezug auf die arabische Frage hingibt, daß man immer wieder versucht, Wege zur Verständigung und Versöhnung zu finden. Mit Bezug auf die äußere Politik kann ich doch nicht umhin zu sagen, daß wir es nicht verstehen, daß der gesunde Menschenverstand es nicht versteht — wenn wir uns auch erklären können, daß politische Erwägungen es mit sich bringen — daß man auf der einen Seite früher das Maximum gefordert, daß man ausgesprochen hat, daß Palästina genau so jüdisch sein soll wie England englisch, während man jetzt zu den Verwässerungen, zu den Deutungen und Mißdeutungen des Mandates gar nicht Stellung nimmt. Ich sage, wir können es verstehen, daß 210