Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 209 (sequence 220)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ben Gurion der es wagen würde, die religiösen Gefühle der andern zu verspotten und geringzuschätzen, der die Religiosität eines jüdischen Arbeiters verachten würde. (Beifall.) Es gab keinen Menschen in Palästina, es gab keinen anderen Kreis im Lande, der mit einer solch aufrichtigen Freude und tätigen Hilfe das große Ereignis der letzten Zeit, die vierte Alijah aufgenommen hat wie die jüdische Arbeiterschaft. (Stürmische Zwischenrufe.) Dann gestatten Sie mir, nochmals folgendes zu wiederholen: Diese chassidischen Einwanderer, die sehr extrem in bezug auf das Religiöse eingestellt sind und die Religion am meisten verteidigen, diese Leute, die mit der Absicht ins Land kamen, sich der Arbeit zu widmen (Zwischenrufe), diese Leute haben gar nicht das Bedürfnis gehabt, zu denjenigen zu gehen, die mit der Religion Politik betreiben, sondern sie sind zu uns gekommen und haben sich der allgemeinen jüdischen Arbeiterorganisation angeschlossen. (Stürmischer und anhaltender Beifall.) Die Chassidim von Jablonna und Kosinitz, deren Religiosität keine Heuchelei, keine Politik ist, sind unsere Brüder und unsere Genossen in der Arbeit. (Stürmischer Beifall und Zwischenrufe.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Geehrter Kongreß! Wir werden in wenigen Miauten die Sit.zung des Kongresses schließen. Ich teile zunächst dem Präsidium mit, daß wir unmittelbar nach Schluß der Sitzung noch eine kurze Beratung habein. Meine Herren, morgen ist der letzte Tag für die Beendigung der Generaldebatte. Ich -teile Ihnen aber zugleich mit, daß sich noch 31 Persauen auf der Rednerliste befinden. Wir werden uns eine gewisse Beschränkung auferlegen müssen, denn morgen muß die Generaldebatte zu Ende sein und wir müssen spätestens b;s Sonntag die Referate hören, die noch auf der Tagesordnung sind. Ich bemerke, daß morgen auch die Exekutive ihre Antwort erteilen wird an alle die Redner, die heute gesprochen haben und die noch morgen zu Wotftie kommen werden. Ich bitte sämtliche Gruppen, die eine einheitliche «Besinnung haben, und es gibt hier solche, daß sie unter sich einen Genexalredner wählen, denn nur dann werden wir überhaupt die Debatte beendigen können. Die nächste Sitzung wild morgen um halb zehn vormittags beginnen und um sechs abends enden, mit einer Unterbrechung von zwei Stunden für die Mittagspause. Ich erkläre die Sitzung für geschlossen. Schluß der Sitzung: 8 Uhr 50 Minuten abends. 14 209