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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 205

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 205 (sequence 216)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5915-3482061
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Ben Gurion wir selbst wissen es, daß wir unser Land, unser Vaterland nur mit unserer eigenen Arbeit, nur im Schweiße unseres Angesichtes uns erarbeiten können. Aber Palästina befindet sich nicht im luftleeren Räume, in dem wir alles nach unserem Willen machen können. Palästina ist eingeschlossen in einen Rahmen von politischen, wirtschaftlichen Bedingungen, in einen Rahmen, den zu ändern nicht in unserer Macht liegt, sondern in der Macht derjenigen Regierung, in deren Hand das Schicksal des Landes gelegt worden ist. Diese Regierung, und das war die Hauptbedingung der Mandatserteilung, hat die Verpflichtung übernommen, in Palästina solche politische und administrative Bedingungen zu schaffen, die uns unsere eigene Arbeit erleichtern sollte. Die englische Regierung hat diese Verpflichtung nicht erfüllt und auch der erste High Commissioner im Lande ist diesen Verpflichtungen im Lande nicht nachgekommen. Dr. Weizmann hat mit Recht gesagt, daß wir nicht vergessen dürfen, daß internationale politische Faktoren am Werke sind, die ohne unseren Willen und manchmal gegen unseren Willen die Entwicklung in Palästina beeinflussen; aber Weizmann hat diesen Umstand, der selbstverständlich den Tatsachen entspricht, in einem Ton der Resignation hervorgehoben, als ob er sagen wollte, daß wir gar nicht in der Lage sind und gar keine Möglichkeit haben, diese Weltfaktoren, die den Aufbau Palästinas beeinflussen, uns zu Nutze zu machen. Dieser resignierten Haltung Dr. Weizmanns kann ich nicht zustimmen. Ich kann gewiß nicht die Welt betrachten, ohne die Faktoren, die in ihr wirken, Faktoren, die uns fast alle feindlich gegenüberstehen, in Betracht zu ziehen; ohne ihre klare Würdigung sind wir hilf- und machtlos. Es ist aber die Aufgabe der zionistischen Politik, die Aufgabe des zionistischen Staatsmanns, die hauptsächlichsten Faktoren der internationalen Politik zu erkennen und solche Bedingungen zu schaffen, daß diese Faktoren Hand in Hand mit uns gehen in unserer Arbeit im Lande und im Auslande, die wir für den Aufbau Palästinas leisten. Gestatten Sie mir, hier die zwei wichtigsten Faktoren hervorzuheben, die wir heute in der internationalen Politik bemerken können. Wir müssen diese politischen Faktoren genauest, mit Nüchternheit beobachten und wir müssen den Gang unserer Arbeit in dieser Richtung führen, daß wir diese Kräfte für uns gewinnen, da sie nicht uns direkt entgegengesetzt sind, sondern uns im Gegenteil bei unserem Aufbauwerke Palästinas bedeutende Hilfe leisten könnten. Diese zwei Faktoren, zurzeit die bedeutendsten und entscheidensten in der Weltgeschichte, sind: das Erwachen der Völker des Orients und der Aufstieg der Arbeiterklasse bis zur Regierung in der gesamten Welt, insbesondere in England. Ich wundere mich sehr, daß in den Berichten sowohl Dr. Weizmanns wie auch der Zionistischen Exekutive das bedeutungsvolle Ereignis, bedeutungsvoll für den Zionismus, das im Laufe der letzten zwei Jahre vor-

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