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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 199

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 199 (sequence 210)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Suprasky Familienvätern eingesetzt hat, 200.000 Pfund dagegen hat man für die frühere Ansiedlungsmethode bestimmt. Zwanzigtausend Pfund für eine Einwanderung von dreitausend Seelen monatlich! Glauben Sie aber nicht, daß die zionistische Leitung nur in der Frage der landwirtschaftlichen Ansiedlung in dieser Weise vorgegangen ist* Wenn Sie annehmen, daß die zionistische Leitung in bezug auf die städtische Ansiedlung beratend und helfend den Leuten zur Seite gestanden ist, dann sind Sie im Irrtum. Die ganze neue Alijah hat gar keinen Beistand, keine Hilfe, weder in bezug auf Wohnungsangelegenheiten, noch in bezug auf Beratung wie auch in bezug auf konstruktive Anleihen erhalten. Aber nicht alle neuen Einwanderer sind reich, es gibt unter ihnen Leute, die im ganzen Beträge von weniger als hundert Pfund pro Familie mitgebracht haben, aber nicht eine einzige Familie hat die nötige Hilfe von der zionistischen Leitung erhalten. Das Landeskomitee für die Fragen der Alijah hat zuerst von der zionistischen Leitung das Versprechen erhalten, daß sie mit ihm zusammen arbeiten, ihm die nötigen Mittel für die Hilfeleistung an die Olim beistellen werde, aber bis heute hat das Landeskomitee, trotzdem es die Arbeit schon organisiert und mit Hilfe der palästinensischen Oeffentlichkeit für die Einwanderer zu arbeiten begonnen hat, keinen Groschen von der zionistischen Leitung bekommen. Und all das galt nicht nur in bezug auf materielle Hilfe. Es gibt noch eine Institution im Lande, und wir müssen über diese Institution sprechen. Leider hat Herr Dr. Halpern in seinem Referat diese Frage nicht berührt. In dem Vertrage, den wir mit der Exekutive abgeschlossen haben, war ein Passus in bezug auf die Schaffung einer Institution in Palästina, die im Falle von Konflikten zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern vermitteln sollte. Zu unserem Bedauern ist aber Dr. Halpern auf diese Sache nicht eingegangen und hat darüber nicht offen gesprochen. Das ist eine der wichtigsten Fragen der neuen Alijah. Die neue Alijah bekommt gar keine Hilfe von unseren nationalen Institutionen. Im Gegenteil, sie wird einem Teile des Jischuw ausgeliefert, der diese Alijah vergewaltigen will, der die Industriellenkreise terrorisiert, täglich Streiks und Ueberfälle organisiert, so daß es sogar manchmal zum Blutvergießen in den Straßen Tel Awiws kommt. (Beifall rechts, Lärm links. Zurufe: Lüge, Lüge, er soll das zurücknehmen!) Das sind Tatsachen, gegen die euer Lärm nichts nützen wird. (Erneute Zwischenrufe und Lärm.) Das sind Tatsachen, und ihr werdet sie gar nicht ableugnen können. (Zwischenrufe.) Eure Dementis werden das nicht aus der Welt schaffen können. (Zwischenrufe und andauernder Lärm.) Das sind Tatsachen. Der ganze Jischuw in Palästina... (der Lärm geht in steigendem Maße fort). Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Ruhe! Herr Ben Gurion, Sie bekommen sofort das Wort! 199

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