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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 197

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 197 (sequence 208)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5907-3482053
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Suprasky zur Zeit 15.000 Mann zählt, wenn sie sich nur auf die Gelder, die unsere nationalen Institutionen hereingebracht haben, auf die Mittel «des Keren Hajessod und Keren Kajemeth, stützen müßte, dann könnte vielleicht nur der fünfte Teil der jüdischen Arbeiter im Lande existieren. (Beifall.) Achtzig Prozent der jüdischen Arbeiter in Palästina gehen Hand in Hand mit den Unternehmern und können sich nur dank der Privatinitiative, dank dem Privatkapital, welches die dritte und vierte Alijah ins Land brachte, erhalten. Und wenn auch Krisenjahre da waren und wenn es auch Jahre großer Auswanderung aus dem Lande gab, so haben wir doch auch während dieser Krisen und dieser Auswanderung nicht gesehen, daß die Masse und der einfache Jude sich daran beteiligt hätte. Wir wissen, daß in diesem unglückseligen Monat September 1923, als 1G00 Leute das Land verließen, die Zahl der Familienväter ein Viertel der Auswanderer betrug. Wir können weiter behaupten, daß das jüdische Volk, besonders in der letzten Zeit, im Laufe der letzten acht Monate, seine Aufgabe beim Aufbau des Landes in der vorzüglichsten Weise erfüllt liat. Wir begegnen doch täglich den Einwanderern, wir leben mit ihnen zusammen — nicht in Bureaus und nicht in Konferenzen, sondern im täglichen Leben kommen wir mit ihnen zusammen und wir können ruhig behaupten, daß 99 Prozent der Einwanderer, die Familienväter sind, zum Zwecke der produktiven Arbeitsleistung ins Land kommen, und zwar nicht wegen ihrer Bedrängnis, nicht, wie Herr Grünbaum sagte, deshalb, weil sie von den Völkern Europas verfolgt werden, nein, nicht deshalb; wir stehen mit diesen Juden in Kontakt, und es ist uns bekannt, daß jeder von ihnen schon im Galuth wußte, daß er, wenn er nach Palästina gehe, dort ein Leben voller Kampf werde führen müssen, daß sie dort ihr Leben ganz neu gestalten müssen und schwere Lebensbedingungen zu erwarten haben. Trotzdem ließen sie sich von ihrem Drange nach Palästina nicht abbringen. Und wenn es unter den Familienvätern Leute gibt — es gibt solche Leute, meine Herren, auch unter den Arbeitern —- die sich selbst täuschten, die ins Land mit ganz anderen Absichten kamen, diese Leute verlassen das Land; sowohl die einen wie auch die andern. Aber die vierte Alijah setzt sich zum größten Teile aus Leuten zusammen, die zu begreifen beginnen, daß sie in Palästina eine Heimat haben, die von einem Gefühl beherrscht werden, von dem Gefühl der Heimatsliebe, das bis heute in ihrem Herzen schlummerte und jetzt erwachte und das sie alle durchdringt. Der einfachste Jude, der Jude, der einmal in Palästina ist, der Jude, der sich einen Esel kauft und „Sifsif" führt, jeder dieser einfachen Juden ist von dem Gefühl der Heimatsliebe beherrscht. (Beifall.) Aber wenn wir dies behaupten können, daß das jüdische Volk seine Pflicht erfüllt hat und seiner Aufgabe beim Aufbau des Landes voll und ganz nachkommt, so können wir dasselbe vom zweiten .Faktor, von der Zionistischen Organisation, die der dritten und 197

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