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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 195

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 195 (sequence 206)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5905-3482051
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Reich, Suprasky die in Palästina wohnen und sich mit dem Aufbau von Volk und Land beschäftigen, daran erinnern, daß auch die dritte Alijah Palästina tausende von Einwanderern gegeben hat, die dem Lande zum Segen gereichten und denen wir viel verdanken. Nun zu den andern Faktoren, und zwar zu unserer eigenen nationalen Regierung und der Landesregierung. Auf Grund der letzten Volkszählung ist bekannt, daß jetzt 130.000 Juden in Palästina leben, während nach Friedensschluß im ganzen 55.000 Juden im Lande waren. Die dritte und vierte Alijah zusammen gaben uns also 65.000 neue Einwanderer, die sich im Lande niederließen und an dessen Aufbau arbeiten. Ich müßte betonen, daß wenn wir, die Vertreter der bürgerlichen Elemente in Palästina, wenn wir die Tätigkeit der dritten und vierten Alijah im Gegensatz zu der Tätigkeit der Zionistischen Organisation und der Landesregierung zusammenfassend betrachten wollen, dann müssen wir einige Zahlen, die die meisten von denen, die sich hier im Saale befinden, vielleicht nicht kennen, in Betracht ziehen. Ihr habt wahrscheinlich den Bericht der Exekutive studiert und da habt ihr gesehen, das ganze jüdische Volk in allen Ländern der Gallith hat 1,700.000 Pfund für den Keren Hajessod zum Zwecke des Aufbaues gesammelt. Wenn ihr euch nun die Zahlen der Investitionen der dritten und vierten Alijah in Palästina ansehen werdet, dann werdet ihr finden, daß die neuen Einwanderer mehr als zwei Millionen Pfund für Zwecke der Industrie und des Handwerks ausgegeben haben, über fünf Millionen Pfund für Bauarbeit, und zwar für Bauarbeit in der Stadt und im Dorfe, und mehr als 500.000 Pfund haben die neuen Einwanderer in der Landwirtschaft investiert, trotzdem im allgemeinen das Privatkapital sich wenig für die Landwirtschaft in Palästina interessiert. Wir kommen also zu dem Resultat, daß die kleine Schar der Einwanderer, die Zehntausende von Leuten, die im Laufe der letzten Jahre nach Palästina kamen, insbesondere im Laufe des letzten Jahres, außer dem Menschenmaterial, außer den eigenen persönlichen Opferleistungen, außer ihrer Arbeitskraft und außer ihrem Unternehmungsgeist auch noch viermal so viel Kapital ins Land brachten, wie das ganze jüdische Volk in allen Ländern der Galuth für den Aufbau des Landes gesammelt hat. Und noch eines: Sie haben von dieser Tribüne aus Meinungsverschiedenheiten über den Wert der Alijah, über die verschiedenen Elemente, die von allen Ländern nach Palästina kommen, gehört: Sie haben einerseits viel Lob für die vierte Alijah gehört, andererseits aber hat man auch Bedenken in bezug auf diese Alijah geäußert. Sie haben auch aus dem Munde des Vertreters der Exekutive Bedenken darüber gehört, daß die vierte Alijah Gefahren mit sich bringe, daß man diese Masseneinwanderung nach Palästina beaufsichtigen müsse, daß man aus ihren Erfahrungen lernen müßte und daß man auch damit rechnen sollte, daß sie vielleicht den Bodenbesitz und die Wirtschaften, die sie in Palästina erwerben werde, veräußern könnte. 13* 195

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