Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 194 (sequence 205)
- Language
- German, English, Hebrew
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5. Sitzung: Generaldebatte jüdischen Kolonisten, von der vielleicht auch gerade nicht ganz unbeträchtlichen Schwere des Lebens des Kleinbürgers von Tel Awiw führt ein gerader Weg zu all den großen Kunststätten der Zukunft, zum Kunstmuseum und zur Musikschule und zur Verwendung der Wasserkräfte des Jordan nach dem Projekt von Rutenberg und zur hebräischen Universität, die uns darum so wichtig ist, weil die ganze jüdische Bevölkerung und alle Schichten der jüdischen Bevölkerung und alle Klassen des jüdischen Jischuw in Erez Israel dank ihrer Arbeit das Bewußtsein haben, einer großen Kultur anzugehören und daß sie aus sich heraus, aus ihrer eigenen Seele, eine große Bewegung schaffen, die zur Ehre gereichen soll der jüdischen Nation, dem jüdischen Lande und der ganzen Welt. (Beifall.) Von diesem Standpunkte aus betrachten wir die Ansiedlung in Erez Israel und die Emigration nach Erez Israel. Wird die Exekutive diesen Standpunkt verteidigen, so werden wir sagen können, daß wir Vertrauen zu ihr haben. Wir sagen nicht, was Herr Gottlieb verlangt hat, daß diese jüdischen Massen in Polen, die zum wahren Judentum streben, die einzige Grundlage unserer künftigen Entwicklung sein sollen, wir meinen aber auch nicht, wie Herr Arlosoroff heute betont hat, daß die Arbeitermasse allein Zukunft hat, sondern wir glauben an das ganze jüdische Volk in allen Ländern; wir glauben nicht an diese oder an jene Schichte, sondern an die, die sich beugen wollen vor dem Willen des jüdischen Volkes. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Vizepräsident Motzkin (welcher während vorstehender Ausführungen den Vorsitz, •übernojomen hat): Herr Dr. Löwensitein hat;zu einigen Mitteilungen das Wor/t. Kongreßsekretär Dr. Löwenstein: Die "Sitzung des Permaaienzansschnssec; ist heute abends um halb zehn. (Folgt eine Reihe weiterer Mitteilungen). Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Weiter werden heute keine Mitteilungen mehr entgegengenommen. Die Unordnung, die am Schluß des Kongresses liier beginnt, ist nicht würdig des Kongresses. Die Sitzung wird nach einer Stunde geschlossen werden. Da« Wort hat Herr Suprasky. Delegierter Jehoschua Suprasky (hebräisch): Drei Faktoren wirken beim Aufbau unseres Landes mit: das jüdische Volk — unsere nationale Regierung, die zionistische Leitung, — und die Landesregierung. Wenn ich zum Berichte der Leitung und über die Lage im Lande sprechen will, dann muß ich diese drei Faktoren in Betracht ziehen. In den letzten zwei Jahren hat das jüdische Volk seine Pflicht und Schuldigkeit gegenüber dem Aufbau des nationalen Heimes in Palästina in befriedigender Weise erfüllt. Meine Vorredner haben sich mit der vierten Alijah beschäftigt, und man kann ruhig behaupten, daß die vierte Alijah den ersten Platz in der Generaldebatte des Kongresses einnimmt. Aber ich möchte auch die dritte Alijah nicht herabsetzen. Ich möchte alle diejenigen, 194