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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 188

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 188 (sequence 199)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5898-3482044
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5. Sitzung: Generaldebatte Absicht, es auf die Tagesordnung des Kongresses zu setzen. Das Krimprojekt ist bekanntlich nicht nur ein Hindernis für die Entwicklung unserer finanziellen Kraft, sondern auch ein möglicherweise störendes Element der von uns in den Vereinigten Staaten entwickelten Propaganda. In seinen Auswirkungen überschreitet es die Grenzen Amerikas und berührt die Grundlagen der zionistischen Bewegung, aber von seinen praktischen Aspekten her ist es ein amerikanisches Problem und kann von seinen breiteren Gesichtspunkten aus möglicherweise als Anzeichen des Beginnes einer feindlichen Bewegung gewertet werden, gegen welche unsere Propaganda sich bald wird richten müssen. Aber da die an diesem Projekt interessierten Männer in sympathischer Beziehung zur Entwicklung von Palästina stehen und zahlreiche Versicherungen ihres Interesses am Keren Hajessod abgegeben haben, hoffen wir und haben alle Zuversicht, daß sich diese Schwierigkeit im Geiste der Freundschaft und des guten Willens wird lösen lassen können. Die Tatsache, daß wir während der letzten zwei Jahre einen großen Teil unserer Kraft auf die Entwicklung unserer Organisation gewendet haben, ist das beste Anzeichen unseres echten Interesses an der Stärkung der Zionistischen Organisation im allgemeinen. Ich weiß nicht, von welcher Zionistischen Organisation Herr Grünbaum spricht, ob von Polen oder Argentinien, aber wir wissen, daß es nicht nur der Zionistischen Organisation in Amerika gelungen ist, ihre Mitgliederzahl, ihren Einfluß, ihre Propaganda zu verstärken, sondern daß dasselbe in jedem Lande der Fall gewesen ist, wo sich das Interesse am Aufbau Palästinas frei entwickeln konnte. Wir sind der Meinung, daß es wichtig ist für die Stärkung der Organisation und die Hebung des Prestiges der Exekutive, den Sitz der Exekutive nach Palästina zu verlegen. (Beifall.) Die Separierung der Exekutive vom praktischen Werke der Palästinaentwicklung schafft unserer Meinung nach eine Schwierigkeit, über die keine Exekutive, so tüchtig sie auch sein mag, hinwegkommen kann. Um Autorität über die zionistische Tätigkeit auszuüben, um ihr Inhalt und das Bewußtsein der Verantwortlichkeit einzuflößen, muß die Exekutive in ständiger Berührung mit dem wachsenden Leben in Palästina stehen, das die Quelle der Inspiration ist. (Beifall.) Es ist die Befürchtung laut geworden, die Exekutive ganz in die Einflußsphäre des jüdischen Palästina zu bringen, hieße ihre Autorität dem Einflüsse der lokalen Bedingungen aussetzen. Aber ob die Exekutive in London oder ob sie in Jerusalem ist, es sind zweifellos dieselben Einflüsse am Werke, die ihre Autorität angreifen, Forderungen stellen, einen Druck ausüben usw. Es ist aber viel besser für alle Betroffenen, daß, wenn solche Einflüsse am Werke sind, die Exekutive in der Lage ist, ihnen an Ort und Stelle in voller Kenntnis der Verhältnisse entgegenzutreten. Vom höheren Gesichtspunkte der Bewegung aus würde die Exekutive, wenn sie 188

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