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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 184

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 184 (sequence 195)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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5. Sitzung: Generaldebatte Proben der allgemeinen Debatte in unseren Zionistentagungen und in unserer Presse haben gezeigt, daß ein Sinn für die unausweichliche Forderung des Augenblicks die zionistische Welt ergriffen hat. Es besteht eine gewisse Ungeduld gegenüber dem Unwesentlichen. Man lehnt haarspalterische Argumentation und theoretische Spitzfindigkeiten ab. Man wünscht, von Romantik und Parlamentsspielerei loszukommen. In manchen Zeiten hielten wir den schlagkräftigen Gedanken, die schöne Phrase, die rhetorische Resolution, das spitzfindige Argument für wichtig. Heute ist unser Denken Angelegenheiten zugewendet, die in unmittelbarer Verbindung mit den ungeheuren sozialen, ökonomischen und nationalen Veränderungen stehen, die heute in der Struktur des jüdischen Lebens vor sich gehen. Die Schwierigkeiten der Geburt einer Nation sind da. Da gibt es die Probleme der Körperlichkeit. Da muß Arbeit getan, da müssen Opfer gebracht werden. Da müssen die Kräfte von heute gesammelt und in den Speichern für morgen aufgestapelt werden. Der dominierende Gedanke dieses Kongresses ist, wie mir scheint: wie ist der Neuaufbau des jüdischen Lebens zustande zu bringen? Woher ist das Baumaterial zu beschaffen, woher die physische Ausdauer und die Unterstützung, die diese Ausdauer möglich macht? Zu dieser neuen wirklichkeitsgerichteten Konzeption des Zionismus wollen auch wir amerikanischen Zionisten einen Beitrag leisten. Wenn wir das jüdische Leben durch unser amerikanisches Fenster betrachten, umgeben von eiern Volk und einer Wirklichkeit voll Eile und Lärm, dann müssen sich unsere Methoden unvermeidlich den Maßstäben annähern, die in dem Land, in welchem wir leben, vorherrschen. Es gibt Menschen, die der Eile und dem Arbeitslärm, dem blitzartigen Entschluß und der impulsiven Aktion abweisend gegenüberstehen. Aber diese Methoden sind unseren Lebensbedingungen angepaßt und wir meinen, daß die zionistische Bewegung in Amerika, die die Leitidee der amerikanischen Judenheit geworden ist, ein gewisses Verdienst durch die von ihr angewendeten Methoden hat, die anderen zionistischen Gruppen als Beispiel dienen können. Ich bemerke hiebei: unsere Kraft wächst, unsere Ausdauer läßt nicht nach, die amerikanischen Zionisten sind noch immer so frisch wie zu der Zeit, als wir jene Kriegsaktion von 1914 begannen, die die von uns geschaffenen Institutionen in Palästina zu erhalten half. Unser Aktionsprogramm erweitert sich. Wir haben neben dem Keren Hajessod und dem Keren Kajemeth die American Zion Commonwealth, die in Harmonie mit der zionistischen Bodenpolitik in Palästina arbeitet. Wir haben eine Verkaufsorganisation für die Bonds der General Mortgage Bank geschaffen, und es gibt verschiedene andere Unternehmungen im Rahmen unseres vergrößerten Programms. Es gibt Methoden für die Verwendung privaten Kapitals im 184

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