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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 183

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 183 (sequence 194)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--5893-3482039
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Grünbaum, Lipsky glaube, daß die Beziehung des Jischuw zu den Menschen, die zur Arbeit übergehen, und die Beziehung des Jischuw zu denjenigen, die nach Palästina die Galuth hinüberbringen wollen, auch für uns entscheidend sein muß. Ich schließe, meine Damen und Herren! Es wird uns hier in erster Reihe die Budgetfrage beschäftigen, sie wird bei uns das Hauptgewicht bilden. Meine Freunde werden noch Gelegenheit haben, zu diesem Hauptpunkte zu sprechen. Ich möchte hier nur betonen, daß wir bei der Budgetverteilung vor allem darauf achten müssen, unser Geld dorthin zu dirigieren, wo ohne unser Geld nichts gemacht wird, und nicht dorthin, wo auch ohne unser Geld etwas geschieht. (Beifall.) In der Richtung des größten Widerstandes, das heißt in der Richtung der Landwirtschaft muß vor allem unser nationales Kapital gehen und nicht in einer andern Richtung. (Beifall.) Meine Damen und Herren! Seit zwei, drei Jahren stehen wir im Kampfe gegen die Exekutive, die sich selbst und der Bewegunguntreu wurde. Seit zwei, drei Jahren stehen wir auf diesem einsamen Posten und kämpfen gegen die große Mehrheit der zionistischen Bewegung. Und nicht einer von uns ist schon auf diesem einsamen Posten gefallen und hat seinen Einfluß, sein Prestige und den Platz, den er in der zionistischen Bewegung einnahm, verloren. Aber genau wie wir euch vor zwei Jahren sagten: Wir fühlen, daß wir es sind, die die Fahne des Zionismus hochhalten, wir sind die Hüter des reinen zionistischen Ideals, ja noch viel mehr als vor zwei Jahren können wir das jetzt behaupten, da wir ja auf dieses Schmerzhafte, das uns damals Weizmann entgegengeschleudert hatte: „Du kannst warten, und ich will nicht und werde nicht warten", jetzt Professor Weizmann antworten können: „Du wartest, aber mit deinem Warten hast du das zerstört, was du zusammen mit uns in einer langen Reihe von Jahren aufgebaut hast/' Wir stehen auf dem einsamen Posten, die Fahne ist in unseren Händen, und das wissen wir, wer die Fahne trägt und das Ideal in seiner reinsten Form vertritt, der wird früher oder später den Sieg davontragen müssen, und der wird mit den bisherigen Methoden brechen. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Vizepräsident Dr. Wise: Jetzt hat- Herr Louis Lipsky das Wort. Mitglied der Exekutive Louis Lipsky (mit lebhaftem Beifall begrüßt — englisch): Ich spreche hier im Namen der organisierten Zionisten von Amerika. Ich bin bevollmächtigt, die folgende wohl überlegte Erklärung als unseren Beitrag zur Generaldebatte vorzubringen, von der wir hoffen, daß sie in gewissem Grade den Weg zur Erledigung einiger wichtiger Probleme dieses Kongresses klären wird. Es ist wohltuend zu bemerken, daß ein nei^r Ton in den Erwägungen des 14. Zionistenkongresses Platz gegr^en hat. Schon die 183

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