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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 179

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 179 (sequence 190)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Grünbaum daß die Mittel proportionell der Bewegung, der Beziehung, die die Juden zu Palästina haben, wachsen. Drei Jahre habt ihr in Amerika diese großen Geldmänner zu gewinnen gesucht, und unsere Freunde aus Amerika haben uns gesagt, anders könnten sie keinen Keren Hajessod schaffen, und jahrelang steht euer Keren Hajessod auf demselben toten Punkt. Freunde aus Amerika! Drei Jahre habt ihr verbracht, drei Jahre voll von Konferenzen mit Marshall und seinen Feunden. Wo ist das Resultat? Wo ist die Hilfe, die sich in der Steigerung unserer Einnahmen hätte äußern, ausdrücken müssen? Zum Beispiel Polen, das arme Polen mit seinen niedrigen Einnahmen; sowie dort die Valutaverhältnisse geregelt wurden, hat es sich gezeigt, daß das, was das wichtigste im Zionismus ist, eben die Gesinnung ist; sie bringt es dazu, daß die Einnahmen des Keren Hajessod in Polen auf das Zwanzigfache gestiegen sind, und wenn es zu keiner Katastrophe kommt, so werden sie auch weiterhin steigen. Das ist für uns der beste Beweis, daß man die Frage der Aufbringung der Mittel nicht so mechanisch auffassen kann, wie es die Exekutive, wie es Professor Weizmann getan haben. Durch ein Bündnis mit Nichtzionisten kann man die Mittel, unsere Mittel nicht vergrößern, wie man es seinerzeit erhofft hat. Und, meine Damen und Herren, wir stehen nun vor der Frage: Wie hat dieses Experiment auf den Zustand der Zionistischen Organisation, auf die zionistische Bewegung gewirkt? Meine Damen und Herren, es ist, glaube ich, ein Grundsatz, dem niemand etwas hinzuzufügen haben wird: sowohl eine Organisation wie auch eine Bewegung kann sich nur dann günstig entwickeln und nur dann einen großen Einfluß haben, nur dann Menschen und Gesinnungen erobern, wenn sie von dem großen, •starken Glauben an ihre eigenen Kräfte, an ihre eigenen Ideale beseelt ist. Wenn aber die Organisation der Meinung ist, sie allein sei zu schwach, sie allein sei den Aufgaben, die ihr die Geschichte auferlegt, nicht gewachsen, sie müsse zur Erfüllung dieser Aufgaben Hilfe suchen, wenn sie glaubt, daß die Rettung von weit her, von außen kommen wird, dann ist ihre Kraft, ihre Macht zu Ende, dann ist sie gelähmt, zerrüttet, zermürbt! Das hat Professor Weizmann nicht in Betracht gezogen, das hat er am Anfange nicht gesehen, und als wir ihn warnten, da antwortete er uns, er könne nicht warten. Und jetzt zeigt sich, wie recht wir hatten; denn von London selbst ist der Alarmruf gekommen: Man muß die Organisation stärken, die Organisation geht zu Grunde! Aus London hat man angefangen zu stürmen: „Man muß die Organisation stärken!" Aber meine Herren von der Exekutive, wie kann man nur die Organisation stärken, wenn Sie immer wieder auf Schritt und Tritt wiederholen, daß die. Organisation ihren Aufgaben nicht gewachsen sei? Wie kann man der Organisation Glauben einflößen, wenn man ihr täglich sagt, daß von außen her die Rettung kommen wird? Wie können die Leute .unserer Organisation, meine Gesinnungsgenossen in Polen, für die 12* 179

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