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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 177

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 177 (sequence 188)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Wise, Grünbaum Worauf wartet denn Präsident Weizmann? Ich glaube, daß es keinen einzigen Menschen mehr in der ganzen Organisation, in der ganzen jüdischen Welt gibt, der heute behaupten könnte, daß diejenigen Hoffnungen, mit denen wir zum 13. Kongreß kamen, erfüllt werden können. Jetzt gerade stehen wir an dem frischen Grabe dieser Hoffnungen, unser Präsident Dr. Stephan Wise hat es uns in seiner Rede ganz klar und offen gesagt und es ist klar geworden, nicht nur in Amerika, man muß es in der ganzen Welt erzählen, in Polen, überall; wenn Leute, die sich zwei Jahre mit der Frage der Jewish Agency befaßt haben, Leute, die für Palästina schöne Redensarten hatten, für die Investment Company für Palästina eine Million Dollars aufgebracht haben, aber in einem Augenblick die Möglichkeit finden, den Mut, den Schwung aufbringen, hervorzutreten und für die Krimkolonisation einen Fonds von fünfzehn Millionen Dollars zu schaffen, dann beweist uns das, daß ihnen Palästina nicht mehr als eine Episode, nicht mehr als ein abgelegenes Plätzchen, nicht mehr als eine sehr kleine Sache ist, zu welcher sie nur in sehr oberflächlicher Beziehung stehen. Meine Damen und Herren! Ich weiß nicht, ob sich die Sache wirklich so verhält. Vielleicht werden mich unsere amerikanischen Freunde berichtigen. Bei uns sagen die Leute: Wenn man in Amerika einen Menschen, ein Ereignis oder ein Werk abschätzen will, dann fragt man: Wieviel kostet das, wieviel ist es wert? Man fragt: Wer ist der große Mann, wer ist dieser Mann? Und man antwortet: Er ist eine Million Dollars, der andere ist fünf Millionen Dollars wert. Ich weiß nicht, ob das richtig ist, aber das eine weiß ich, daß diejenigen Herren, von deren Mitarbeit wir so viel erhofft haben und mit welchen wir schon zwrei Jahre lang herumstreiten, welchen wir nachgelaufen sind und die wir jedesmal mit einem ungeheuren Jubel aufgenommen haben, diesen Leuten ist Palästina eine Million Dollar wert und die Krim ist ihnen fünfzehn Millionen Dollar wert. Meine Damen und Herren, damit ist die Sache erledigt! Offen gestanden, ich habe mir gedacht, ich habe geglaubt, einen Augenblick habe ich mir die Sache so vorgestellt, daß Präsident Weizmann nun zu uns kommen und folgendes sagen wird: Meine Herren! Ich habe einen Weg gesucht, um unsere Mittel, die wir für den Aufbau des jüdischen Heimes brauchen, zu vergrößern; ich habe geglaubt, es wäre der Weg, die Leute, die während des Krieges für die Hilfeleistung an die osteuropäischen Juden sechzig Millionen Dollar aufbringen konnten, für die Sache zu interessieren; man könnte sie jetzt weiter für diese Sache interessieren, damit sie uns die nötigen Mittel beistellen. Jetzt komme ich aber zu Ihnen und sage Ihnen, das Interesse dieser Leute steigt nicht, ihr Interesse ist nicht ausreichend, um darauf bauen zu können, und deshalb schreiten wir weiter unseren früheren Weg, wir stützen uns weiter nur auf unsere eigenen Kräfte, wir halten weiter fest an unserem Glau- 12 177

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