Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 175 (sequence 186)
- Language
- German, English, Hebrew
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Wise und das auf Grund unüberlegter oder nur halb überlegter Argumente. Ich brauche Ihnen nicht zu erzählen, daß Weizmann in Amerika Gewaltiges leistete, nach der Convenntion von Cleveland (deutsch fortfahrend): nach der Convention von Cleveland hat Weizmann viel für den Zionismus in Amerika geleistet — (englisch fortfahrend:) und Weizmann hat der Zionistischen Organisation in Amerika geholfen, Gewaltiges für den Keren Hajessod zu leisten, aber auch Weizmann ist nicht imstande gewesen, und ich glaube, er wird nicht imstande sein, zum Joint Distribution Committee zu gehen und zu sagen: Gebt uns fünf Millionen von eurem Geld für die Kolonisation in Palästina. Er hätte es sagen können, aber es ist die Frage, ob er es bekommen hätte, wo er doch auf vierzig Jahre glänzender Arbeit in Palästina als Beweis hindeuten konnte. Und nun sind zwei oder drei Leute aus Rußland gekommen, nachdem sie ein paar Tage dort gewesen waren, und sagten zum Joint Distribution Committee: „Wir brauchen fünf Millionen für Kolonisation in der Krim und Rußland", ich meine Krim und Ukraine, und fast ohne einen Augenblick der Ueberlegung wurde dieser Wunsch erfüllt, und das Geld wird gegeben werden, wenn dieser Kongreß nicht denn Mut haben wird zu den Führern der amerikanischen Juden zu sagen: „Wartet; bevor ihr fünf Millionen für Kolonisation in der Ukraine und der Krim hergebt, wollen wir, daß ihr die Dinge gegeneinander abwägt und euch fragt, warum solche Summen für Kolonisationspläne in Rußland verwendet werden sollen, statt die große Arbeit unseres Volkes in unserem eigenen Erez Israel zu unterstützen und zu erweitern.*' (Stürmischer Beifall.) Wohlgemerkt, ich bin der letzte in der Welt, der ein Wort sagen möchte, um etwas vorzuschlagen, was die Verwirklichung der Jewish Agency stören könnte. Wir haben eine Verpflichtung in bezug auf die Jewish Agency, die wir erfüllen müssen; aber, meine Freunde, wenn wir heute unseren freien Entschluß verlieren sollen, weil vielleicht einmal eine Jewish Agency sein wird, was wird dann unser Schicksal sein, wenn die Jewish Agency schon besteht? Wenn wir heute schon mit solchen Projekten zu tun bekommen, die von Gruppen unterstützt werden, die für die Jewish Agency in Betracht kommen? Edmund Burke, der große englische Staatsmann, hat gesagt: „Es muß ein gewisses Verhältnis bestehen zwischen dem Preis, den man zahlt, und der Sache, die man dafür kauft'1. Ich denke, es ist meine Meinung, dieser Zionistenkongreß sollte zu der Frage der russischen Kolonisation Stellung nehmen. Schweigen wäre ein viel zu teurer Preis für die Jewish Agency. Ich bin Zionist; ich bin Zionist, ich muß meiner Sache sicher sein. Wir müssen unseren Gegenwert bekommen. Ich muß sicher sein, daß diejenigen, die den Plan vertreten, in der Lage sind, seine Zweckmäßigkeit zu beweisen, bevor ich als amerikanischer Jude irgendeinem Plan zustimme, der über fünf Millionen Dollar kosten 175